Headlines wie diese sieht jeder Internet Marketer täglich mehrmals. Doch was ist hier wirklich dahinter? Erleben wir gerade eine Kommunikationsrevolution?
Der Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme.
Wird Social Media unsere Gesellschaft verändern?
Nein, denke ich nicht. Ich werde sicher kein besserer Mensch, wenn ich auf Facebook und Twitter poste dass ich gerade aufs Klo gehe. Ja klar, man muss Mehrwert generieren, die Analogie zum Klo bleibt dann allerdings bestehen. Jeder Facebook Nutzer weiss inzwischen was “Oversharing” ist, und dass zuviel Transparenz auch einmal einen Arbeitsplatz kosten kann, ist inzwischen auch einigen bewusst geworden.
Ich will mein Licht gewiss nicht unter den Scheffel stellen, doch zum Thema Online PR haben sich bestimmt schon berufenere Menschen* tausendmal mehr Gedanken gemacht als ich. Daher will ich Sie, liebe Leser des Webmarketing-Blogs, jetzt auch nicht mit grauer Theorie quälen.
Viel spannender ist da schon die Frage: Was ist Online PR in unserer täglichen Praxis? Wo beginnt Online PR, wo endet sie?
Internationale Konzerne, die sich dem Thema Online Relations widmen, haben dafür bestimmt längt strenge Regeln erfunden. Wir, die wir für klein- und mittelständische Unternehmen Medienarbeit und Online PR machen, sind in der Definition von Online PR zu mehr Flexibilität angehalten.
Online PR für KMU: getrimmt auf die Kundenbedürfnisse
In der Praxis siegt noch immer der Hausverstand – und der befiehlt uns, uns an den Kundenbedürfnissen zu orientieren. Fragen Sie also erst mal nach, was Ihr Kunde benötigt. Und dann denken Sie nach, was der Kommunikation Ihres Kunden gut tun könnte, wovon er vielleicht noch gar nichts weiß. Die Schnittmenge aus diesen beiden Überlegungen definiert folglich, was alles unter der Prämisse der Online PR für die Kommunikation getan werden kann.
Wie schnell wachst das Social Web überhaupt? Eine sehr interessante Frage und meistens bekommt man oft doch recht abstrakte Zahlen. Um sich das Wachstum zu verdeutlichen, möchte ich folgende Anwendung von Gary Hayes vorstellen. Sie beginnt mit dem Laden dieser Seite und zählt verschiedene Aspekte hoch. Man kann übrigens zwischen den Themen “Social Media”, “Mobile” und “Games” umschalten.
Sehr spannend finde ich übrigens, dass “nur” doppelt soviele Suchanfragen bei Google gemacht werden wie Videos bei Youtube geschaut werden!
Gerade gefunden: sehr interessanter Vortrag vom (ehemaligen) ORF ZIB2 Moderator Armin Wolf am 14. 10. 2009 in Innsbruck/Igls anläßlich des 2. Ecoregio-Symposiums.
Armin Wolf ist der österreichische Twitterer mit den meisten deutschsprachigen Followers. Auch für mich ist er einer jener, die das Medium Twitter am besten und sinnvollsten nutzen. Hier können auch Sie Armin Wolf bei Twitter folgen. Der Vortrag ist unter anderem auch so spannend, weil Armin Wolf live über Beamer Tweets versendet und die Reaktionen darauf zeigt.
Fazit: Wenn Sie sich immer noch die Frage stellen “Was ist Twitter?”, dann unbedingt die ca. 50 Minuten ansehen.
Was würde dabei rauskommen, wenn man bei Unterhaltungen im richtigen Leben auch nur 140 Zeichen zur Verfügung hätte wie in Twitter.
Die Antwort: nur Mißverständnisse! Ein witziges Video zeigt uns warum…
Ich habe gerade ein super Video für alle Social Media Zweifler gefunden.
In knapp 4:30 Minuten werden die eindrucksvollsten Zahlen in Bezug auf Twitter, Facebook, YouTube und Co. in einem Höllentempo gezeigt. Man muß das Video schon ein paar mal anschauen, um wirklich alles mitzubekommen.
Hier nochmal die Kernaussagen zum Nachlesen:
Jahre, die gebraucht werden, um 50 Million Leute zu erreichen:
Radio: 38 Jahre
TV: 13 Jahre
Internet: 4 Jahre
iPod: 3 Jahre
100 Millionen neue Facebook User in weniger als 9 Monate!
Wäre Facebook ein Land, wäre es das 4. größte nach USA
80% der Firmen (in USA) verwenden LinkedIn um neue Mitarbeiter zu suchen
Die am stärksten wachsende Userzahl bei Facebook sind Frauen zwischen 55-65 Jahre
34% aller Blogger posten Meinungen über Produkte und Marken
78% aller Kunden trauen Empfehlungen von anderen Usern, aber nur 14% trauen Werbungen
Beim Einkaufen werden wir bald nicht mehr nach Produkten suchen, sie werden uns im Social Media finden.
Noch Zweifel?
Der Originalpost mit alle Quellenangaben zu den Zahlen (sehr interessant!) ist übrigens bei Socialnomics zu finden. Danke auch an Peter Greisberger, in seinem Blog hab ich das Video gefunden.
Der URL-Verkürzer tr.im stellt den Betrieb ein. Ab sofort können also keine langen URLs mehr mit tr.im verkürzt werden, damit sie beispielsweise bei Twitter weniger Zeichen verbrauchen. Bereits mit tr.im verkürzte Links bleiben noch bis zum Jahresende in der Datenbank und können weiter umgeleitet werden.
„Es gibt für uns keinen Weg, die URL-Verkürzung zu monetarisieren“, heißt es von Seiten der Entwickler. Da man auch kein anderes Unternehmen zur Übernahme von tr.im gefunden habe und die Kosten für den Dienst immer höher wurden, sei man letztlich dazu gezwungen gewesen, einen Schlussstrich zu ziehen. Auch die Entscheidung von Twitter, standardmäßig auch den Konkurrenten bit.ly zu setzen, habe eine Rolle gespielt.
Schade, tr.im war sicher einer der besten auf seinem Gebiet.
Als Alternativen empfehle ich folgende URL Verkürzer: