Mittwoch , 18 Oktober 2017

Wie sorge ich für eine gute Zusammenarbeit mit meinem SEO-Berater?

Eine gute Zusammenarbeit ist, wie bei allen anderen Kooperationen mit externen Dienstleistern, auch bei der SEO-Beratung der Schlüssel zum Erfolg. Eine professionelle Arbeitsweise und umfangreiches Know-How des SEO-Consultants sind dabei essentiell für Erreichung der erhofften Erfolge – aber auch der Auftraggeber selbst kann der Zusammenarbeit einen positiven (oder negativen) Zug verleihen.

Gute und nachhaltige Suchmaschinenoptimierung bedeutet, dass das eigene Unternehmen beziehungsweise die Unternehmenswebseite in den Suchergebnissen besser rankt – eine Maximierung der Zugriffzahlen und letztendlich (hoffentlich) auch der Conversion-Rate ist die Folge.

Um das zu erreichen, nehmen viele Unternehmer die Unterstützung eines SEO-Beraters oder einer SEO-Agentur in Anspruch. Ziel der Zusammenarbeit ist dabei nicht nur die SEO-Strategie zu optimieren und alle notwendigen Hebel in Bewegung zu setzen, die für ein besseres Ranking sorgen, sondern die damit verbundenen Arbeiten komplett outzusourcen. Denn für den Unternehmer bedeutet das:

  • Keine Angestellten „abstellen“ zu müssen
  • Keine Extra-Position schaffen zu müssen
  • Sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können

Doch auch, wenn dies die Hauptziele der Kooperation mit einer SEO-Agentur sind, so ist es dennoch schwer, dem Berater das notwendige Vertrauen zu schenken, das für eine optimale Zusammenarbeit entscheidend ist. Einen Schritt in die richtige Richtung gehen Sie als Kunde, indem Sie sich ein gewisses Basisverständnis für die SEO aneignen – das hilft nicht nur bei der Kommunikation mit Ihrem Dienstleister, sondern auch bei der Auswahl eines guten Beraters.

Wann macht die Zusammenarbeit mit einem SEO-Berater Sinn?

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem SEO-Berater ist die Ausgangslage entscheidend. So ist der Start von SEO-Tätigkeiten grundsätzlich immer sinnig. Es gibt jedoch Situationen, in denen auch der beste SEO-Profi wenig ausrichten kann. Für die Zusammenarbeit kann ein schlechter Startzeitpunkt oder eine schlechte Ausgangssituation bereits der erste Stolperstein sein:

Schlechter Zeitpunkt: SEO erst nach dem Launch der Webseite

Häufig wird eine Webseite erst fertiggestellt, um sich dann im Nachhinein über SEO-Aspekte Gedanken zu machen – andersherum wäre die Herangehensweise jedoch sehr viel effizienter und kostengünstiger, denn: Die Schrauben, die für die SEO entscheidend sind, verstecken sich häufig in den ersten Programmierschritten des Webdesigns.

Schlechte Ausgangslage: SEO für neue nie dagewesene Produkte

SEO optimiert die Unternehmenswebseite auf Keywords, die in einem themenrelevanten Zusammenhang mit dem angebotenen Produkt oder der Dienstleistung stehen. Ziel ist, auf den obersten Rankingpositionen zu landen, um den Großteil des Such-Traffics auf die eigene Webseite „umzuleiten“. Ist ein Produkt nun jedoch so neuartig, dass es überhaupt noch gar kein Suchanfragenvolumen gibt, ist es schwer, SEO zu betreiben.

Schlechte Ausgangslage: Eine Abstrafung von Google

In den letzten Jahren haben sehr viele Unternehmen eine unschöne Nachricht über Google Webmaster Tools bekommen: Es wurden unnatürliche Links entdeckt. In dieser Situation muss der Dienstleister zuerst Ihre Webseite von der sogenannten Penalty befreien, bevor mit der eigentlichen Arbeit begonnen werden kann. Dies kann Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen, je nachdem wie viel Spam-Ballast über die Jahre aufgebaut wurde.

Ob schlechter Zeitpunkt oder schlechte Ausgangslage: Beides kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit beeinflussen. Die Arbeit mit einem Profi macht dennoch Sinn, denn langfristig ist Suchmaschinenoptimierung auch in derartigen Situationen eine gute Investition, wenn der richtige Dienstleister gefunden ist.

Wie finde ich einen guten SEO-Berater für mich?

Ein Fehler, der häufig bei der Auswahl eines SEO-Beraters begangen wird, ist die vorrangige Orientierung am Preis. Welcher Dienstleister infrage kommt, ist natürlich in erster Linie eine Frage des Budgets und der Ziele. Besonders günstige Preise können jedoch häufig nicht das halten, was sie versprechen – hier gilt es also aufzupassen, da die Zusammenarbeit andernfalls schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

Vertrauen in die Fähigkeiten des gewählten Beraters ist eine essentielle Voraussetzung für den gemeinsamen Erfolg. Die Auswahl des SEO-Berater basiert deshalb im Idealfall auf folgenden Kriterien:

Know-How

Der Lebenslauf eines SEO-Beraters kann bereits viel Vertrauen schaffen. War er vor der Selbstständigkeit beziehungsweise Freiberuflichkeit in anderen Unternehmen als SEO-Berater tätig? Betreut er vielleicht schon seit Jahren seine eigenen Webprojekte und verdiente damit sein Geld? Setzt sich der Berater wirklich tagtäglich mit SEO auseinander oder ist das nur eine Nebentätigkeit? Hier gilt: je stärker die Spezialisierung, desto besser.

Referenzen zeigen lassen

Wie sehen die Erfolge bei anderen (vorherigen) Kunden aus? Kann der Berater eigene Projekte vorweisen, die er im Google-Ranking zum Erfolg führte? Einige Referenzprojekte können das Vertrauen erhöhen und somit die Ausgangsbasis der Zusammenarbeit verbessern.

Preis-Leistungsverhältnis muss stimmen

Das Angebot ist letztendlich der entscheidende Punkt. Das zur Verfügung stehende Budget darf ausgereizt werden, jedoch nur, wenn die Maßnahmen auch die Fortschritte bringen, die gewünscht sind. Das Preis-Leistungsverhältnis ist wichtig, da auch mit kleinem Budget Erfolge verbucht werden können, denn: SEO ist (bis zu einem bestimmten Punkt) skalierbar.

Stimmt das Gesamtpaket – und nicht zuletzt auch das Bauchgefühl – kommt es zum Vertragsabschluss. Hier kann der SEO-Berater des Vertrauens nun beweisen, dass er der Richtige für den Job ist – wenn Sie ihn lassen.

Drei Dinge, die Ihr SEO-Berater für Sie im Griff hat

Es ist schwer als Unternehmer die Zügel aus der Hand zu geben, allerdings ist die Delegation von Aufgaben häufig ein wichtiger Teil des Unternehmenserfolgs. So können Sie sich voll und ganz dem Kerngeschäft hingeben und Ihren SEO-Dienstleister die notwendige Arbeit erledigen lassen.

Zu seinen Aufgaben gehören dabei beispielsweise die Onpage-Optimierung, der Linkaufbau und vielleicht auch die Nutzung von sozialen Netzwerken für Kommunikations- und damit SEO-Zwecke. In drei Dingen sind sich SEO-Dienstleister und Kunde jedoch oft uneinig:

Content

Content, also Inhalte wie Texte, sind ganz besonders wichtig für die Optimierung des Webseitenrankings. Problematisch wird es hier häufig, wenn der SEO-Berater auch die Relevanz von gutem Content für den Nutzer aufzeigen will:

Hochwertige Texte und Artikel „verführen“ den Nutzer zum Liken, Retweeten oder zum Verteilen eines „+1“ und geben ihm einen Grund wiederzukommen. Content ist also nicht nur für Google gedacht, sondern auch für den Nutzer. Vertrauen Sie Ihrem SEO-Consultant, wenn er „behauptet“, dass die Mischung aus Content mit Mehrwert für den Besucher und suchmaschinenoptimierten Inhalten das Optimum ist, statt allein auf Keyword-Texte zu setzen. Denn da hat er recht.

Traffic

SEO wird häufig mit der Conversion-Optimierung gleichgesetzt. Allerdings ist SEO (und damit der Dienstleister) „nur“ dafür verantwortlich, das Ranking zu optimieren, um so den Traffic zu erhöhen. Sobald der Nutzer auf die Webseite gelangt, liegt es an der Usability der Internetpräsenz, am Produkt oder der angebotenen Dienstleistung zu überzeugen.

Wenn der Traffic stimmt, sind die SEO-Maßnahmen und die Zusammenarbeit erfolgreich. Die Conversion-Rate kann der SEO-Berater jedoch nur bedingt beeinflussen. Hierfür gibt es eigene Experten, welche Ihnen bei Optimierung der Konversionsrate helfen.

Konkurrenz

Die Konkurrenzanalyse ist ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie. Im Bezug zu SEO sollte man da jedoch vorsichtig sein: Ihr SEO-Berater entwickelt eine ganz speziell auf Ihr Unternehmen abgestimmte Strategie – wundern Sie sich nicht, wenn diese von der Strategie Ihrer Konkurrenten abweicht. Denn das, was für Ihre Mitbewerber funktioniert, muss noch lange nicht für Ihre Ziele ideal sein.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem SEO-Berater bedeutet also in erster Linie Vertrauen in dessen Expertise. Nehmen Sie sich deshalb viel Zeit für die Auswahl des „perfekten“ Dienstleisters, um so auch während des Engagements von einem guten Bauchgefühl begleitet zu werden. Bei kontinuierlichen nachhaltig ausgelegten Maßnahmen werden sich die erhofften Erfolge sehr bald einstellen – und damit war das Geld und das Vertrauen genau richtig investiert.

Foto(s):
http://www.bigstockphoto.com/de/image-47765920/stock-foto-mann-bei-helfende-hand-freund-berg-felswand-klettern
http://pixabay.com/de/todo-liste-verzweifelt-mann-person-297195/
http://pixabay.com/de/linux-tux-administrator-tier-vogel-154544/

Alexander Rus
Alexander Rus ist Geschäftsführer der Tiroler Online Marketing Agentur Evergreen Media AR GmbH. Seine Spezialgebiete sind das CMS WordPress und die lokale Suchmaschinenoptimierung. 2009 entdeckte er Internet Marketing für sich und hilft mittlerweile seit 3 Jahren auch anderen Unternehmen dabei vom Internet zu profitieren. Achja, folgt mir unauffällig.
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