Montag , 30 Mai 2016

Linkbuilding mit E-Sport

Julian Dziki hat in einem Blogbeitrag auf Seokratie gerade gestern noch geschrieben wie wichtig Links immer noch im SEO-Mix sind. Wenn Links noch wichtig sind, dann bleibt es natürlich auch wichtig über kreative Wege nachzudenken diese Links zu bekommen, die sonst keiner hat.

Da ich mich schon seit längerer Zeit mit E-Sport beschäftige, wie man an einem älteren Blogbeitrag von mir sieht und ich regelmäßig in Innsbruck Barcrafts (Public Viewing für E-Sport) veranstalte, habe ich versucht Synergien zwischen SEO und dem E-Sport zu finden und zusammen mit einer deutswchen Agentur einige praktische Erfahrungen gesammelt und diese möchte ich hier teilen, denn es sind ein paar leichte Linkquellen dabei, welche die Konkurrenz bestimmt noch nicht genutzt hat.

Kontaktaufnahme mit der lokalen E-Sport Community

Zuerst einmal heißt es die Leute der lokalen E-Sport Szene kennen zu lernen und dabei zeigt sich schnell der Vorteil des E-Sports gegenüber traditionellen Sportarten: Es werden kaum so viele Mitglieder des örtlichen Fußballvereins oder Tennisclubs so viel Internetaffinität besitzen, wie E-Sport-Fans, welche allein zum Verfolgen ihres Hobbys online sein müssen. Die Vorteile dieses Umsatndes liegten auf der Hand:

  • viele betreiben ihre eigenen Blogs
  • E-Sport-Fans sind in Sachen Social Media sehr aktiv (Facebook, Twitter etc.)
  • aber am wichtigsten: sie organisieren sich stark über Internet und haben deshalb nicht nur Zugang zu ihren eigenen Blogs!

Nur wo lernt man schnell und einfach die E-Sport-Fans kennen? Einfach eines der nächsten Barcrafts in der eigenen Umgebung besuchen (diese Karte zeigt wo sich das Nächstgelegene für Starcraft befindet) und dort dem Veranstalter ein kühles Bier ausgeben und schon hat man Zugang zu einem ungeahnten Netzwerk. Es gibt aber auch Barcrafts zu vielen anderen Online-Spielen wie League of Legends usw.

Aktionen mit der lokalen E-Sport Szene

Wenn der Kontakt hergestellt ist, dann freuen sich die lokalen Fans über praktisch alles was man ihnen Gutes tut und sie danken dies mit sehr positiver Publicity und ein paar Links hier und da.

So haben wir zum Beispiel ein kleines Budget für das nächste Barcraft ausgegeben. Einfach mit der Bar vereinbaren, dass die ersten € 200 oder € 300 auf das Sponsor-Unternehmen gehen und unser Response war wirklich oft bemerkenswert:

  • ein Link von der Website der Bar
  • Links von kleinen Blogs der lokalen Szene (durchaus direkt ansprechen und um eine kurze Erwähnung als Dankeschön bitten)
  • Links von überregionalen Seiten, welche das Barcraft ankündigen (ein österr. Beispiel wäre: http://barcraft.at/)
  • Erwähnung mit Link in diversen Foren
  • mit Glück schafft es das Barcraft in eine lokale Zeitung und in der Online-Version wird man erwähnt
  • Erwähnungen auf Facebook und Twitter

Natürlich muss man zuvor abklären wie weit sich die Kunde verteilen wird und in wie vielen Blogs man Erwähnung findet, aber man kann direkt auch den Betrag seines Sponsorings auf die Reichweite abstimmen. Wie gesagt der große Vorteil bei der E-Sport Community ist, dass diese sehr stark im Internet vernetzt ist und die lokale Szene schon mit relativ geringen Zuwendungen sehr glücklich ist.

Das führt uns auch direkt zum zweiten Versuch den wir durchgeführt haben: das Sponsern eines lokalen Turniers. Dies kann mit Sachpreisen aus dem eigenen Sortiment erfolgen oder mit hartem Cash oder mit beidem. Dadurch ergeben sich natürlich die gleichen Möglichkeiten wie oben (außer vielleicht der Link von der Bar selbst), aber noch ein paar zusätzliche Linkquellen. Den Turnierbaum kann man zum Beispiel auf Challonge anlegen und die einzelnen Turniere sind dort keine Sub-Pages, sondern als tatsächliche Unterseiten vertreten. Als SEO kennt man natürlich auch ein paar Tricks um die Turnierunterseite mit dem Link (sponsored by) schnell in den Index zu befördern und schon hat man einen weiteren Link den nicht jeder hat. Google+ oder ähnliches zur schnellen Indexierung sollte man übrigens für alle Links anwenden.

Darüber hinaus kann das Turnier auch noch gestreamt werden, denn es gibt eine Vielzahl an jungen und noch nicht so bekannten Castern im E-Sport-Bereich, die gerne jedes kleine Turnier streamen um exklusiven Content zu haben. Das ist auch eine Eigenheit der E-Sport-Szene, dass viele dort über den direkten Zugang zu Streaming-Technologie verfügen und so hat man nicht nur einen extra Link von der Streamer-Website und von der Twitch.tv-Unterseite des Streamers (dort kann man übrigens nach Streamern suchen, die mit einem arbeiten wollen), sondern wird auch noch direkt im „Fernsehen“ erwähnt und das meist für Gesamtkosten, die keine € 500 übersteigen.

Man kann natürlich im E-Sport auch Sponsorverträge von 10.000 € und mehr vereinbaren und wirklich in Streams mit Millionen Zusehern (100.000 und mehr gleichzeitig) erscheinen, aber das ist meist dann etwas für größere Unternehmen aus dem Bereich der Computertechnologie. Wir wollten hier Chancen für lokale Unternehmen ausloten und konnten feststellen, dass eine bemerkenswerte Offenheit für alle möglichen Kooperationen besteht, die sogar nach kurzer Zeit von der E-Sport Community selbst angeregt werden. Zusätzlich kann man eben relativ direkt nach einem schönen Link da und dort fragen.

Es war wirklich eine sehr positive Erfahrung, die wir zusammen mit der Feine Medien GmbH (www.feine-medien.de) im deutschsprachigen Raum mit unseren Versuchen machen konnten. Es waren nicht immer die stärksten Links, aber es hat sich schnell eine bestimmte Eigendynamik entwickelt, dass die Backlinks immer mehr wurden und es ist eine kreative, verhältnismässig günstige Idee um an lokale Links zu kommen, welche die Konkurrenz, einfach wegen der fehlenden Idee, schwer nachbaut.

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Patrick Berger
Im Jahr 2008 im Bereich Suchmaschinenoptimierung parallel zum Wirtschaftsstudium selbstständig gemacht. Das Wirtschaftsstudium ist derzeit etwas in den Hintergrund gerutscht dank mehrfacher Herausforderungen im Bereich Online-Marketing und durch konstant jährliche Umsatzverdoppelung. Unser Hauptgeschäftsbereich liegt in jedem Fall in der Offpage-Optimierung (diverses Linkbuilding).

2 Kommentare

  1. Hallo Patrick,

    super Beitrag der einem mal wieder aufzeigt, mit welcher Kreativität man zu doch sehr schicken Ergebnissen kommen kann.

    Auf jeden Fall ein sehr interessanter Ansatz!

    LG
    Micha

  2. Hi Patrick,

    toller Beitrag und ein richtig guter Ansatz! Eine bisher weit unterschätzte Zielgruppe…

    Viele Grüße
    Ben