SEOkomm - Konferenz für Suchmaschinenoptimierung
Jan 25
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Es gibt kaum einen Webmaster, der nicht die Webmaster Tools von Google kennt und nutzt. Doch weil beim täglichen Arbeitseinsatz von Suchmaschinenoptimierern Tools wie Sistrix oder SEOlytics zum Einsatz kommen, schauen viele Webmaster nur sehr unregelmäßig in die Webmaster Tools hinein. Aber warum ist das eigentlich so? Möchte man nicht auch mitbekommen, welche Hinweise Google über die eigene Website zur Verfügung stellt?

In den Jahren nach der Veröffentlichung der Webmaster Tools wurde die Toolsammlung häufig belächelt und als „nice-to-have“ abgestempelt, während kostenpflichtige SEO-Tools ein „Must-have“ waren. Doch seitdem Google damit begonnen hat, den Funktionsumfang immer weiter aufzupolieren – von einem neuen Dashboard über „neuste Links“ bis hin zum „Data Highlighter“ – ist auch das Interesse an den Webmaster Tools sprunghaft gestiegen. Auch die ominösen blauen Briefe im Frühjahr 2012 haben dazu geführt, dass immer mehr (bange) Blicke, von SEOs und Webmastern in Richtung Webmaster Tools Posteingang führen.

Die Vermutung, dass in den Webmaster Tools mehr Information stecken, als die meisten Nutzer aktuell daraus extrahieren, war mit einer der Anstöße, die mich im Frühjahr 2012 dazu bewogen haben, noch tiefer in die Tools hineinzuschauen. Während meiner Zeit bei Rocket Internet war es so, dass wir die Tools im Einsatz hatten, doch uns letztendlich „nur“ auf die Bereiche HTML-Optimierungen, Crawling-Fehler, die geographische Ausrichtung und den Suchanfragenbericht gestürzt haben. Alle weiteren Informationen wurden hingegen aus kostenpflichtigen Tools bezogen.

Da es kaum gebündelte Informationen über die Webmaster Tools gab, habe ich mir die Mühe gemacht, ein solches Infopaket zu schnüren. Viele Stunden zogen ins Land, die Blätter füllten sich und Ende Juli 2012 habe ich die erste Version des kostenlosen E-Book “Wollen Sie mehr über Ihre Website erfahren – Ein Google Webmaster Tools Handbuch” herausgebracht. Dieses E-Book habe ich in dieser Woche in umfassend aktualisierter Form veröffentlicht und stelle es kostenlos unter www.trustagents.de/unternehmen/publikationen/google-webmaster-tools-e-book zum Download bereit.

Das Cover des Google Webmaster Tools E-Books

Ich kann euch nur empfehlen, regelmäßig in die Webmaster Tools hineinzuschauen. So bildet beispielsweise der Suchanfragenbericht viel genauer die Entwicklung der Sichtbarkeit eurer Seite ab, als es SEO-Tools wie die eingangs genannten jemals können werden. Macht euch Gedanken darüber, ob sich der Einsatz von strukturierten Daten positiv auf die Performance eurer Website auswirken kann. Google scheint viel an strukturierten Daten zu liegen. Das wird einer der Gründe sein, warum es seit kurzem den „Data Highlighter“ gibt. Die Gefahr, dass Google diese Daten mittelfristig für eigene Zwecke nutzt ist sicherlich vorhanden, aber die Nichtverwendung kann zu einem Wettbewerbsnachteil führen.

Auch die Konfigurationsmöglichkeiten für das Crawling sollten Webmaster, die Canonical-Tags und Weiterleitungen nicht einrichten können, im Auge behalten. Denn je effizienter Google eine Website crawlen kann, desto besser ist dies in der Regel auch.

Autor: Stephan Czysch

Stephan Czysch Stephan ist Geschäftsführer der TA Trust Agents Internet GmbH (trustagents.de). Zusammen mit seinem Team hilft er, Websites besser in der unbezahlten Websuche zu platzieren.

8 Responses to “Schaut öfter mal in Google Webmaster Tools hinein!”

  1. Top Blogger News der letzten Woche – KW 4 › vanvox.de Says:

    [...] Kostenloses Handbuch für die Google Webmaster Tools Stephan Czysch von webmarketingblog.at erklärt, warum es wichtig ist, regelmäßig einen Blick in die Google Webmaster Tools zu werfen und stellt eine selbst geschriebene Anleitung für die Webmaster Tools kostenlos zum Download bereit. Die Webmaster Tools wurden früher als Spielzeug belächelt, liefern inzwischen in bestimmten Bereichen bessere Daten als manche teuren SEO Tools. [...]

  2. Germany & Search: January 2013 Edition - State of Search Says:

    [...] a review of GSERP which seems to be another (free) SERP monitoring service. And also worth reading: A take on why and how to use Google Webmaster [...]

  3. Germany & Search: January 2013 Edition | WebWeter.nl Says:

    [...] a review of GSERP which seems to be another (free) SERP monitoring service. And also worth reading: A take on why and how to use Google Webmaster [...]

  4. Dieter Says:

    Vielen Dank für diesen Artikel und das kostenlose Ebook zu Google Webmaster Tools. Ich habe schon länger nicht mehr reingeschaut, weil ich keine Zeit hatte, mich intensiv mit Google Webmaster Tools zu beschäftigen, da ich keine gute Anleitung hatte. Das wird sich jetzt ändern.

  5. Andy Says:

    Danke für den guten Tipp.

  6. Andreas Says:

    Natürlich sind die GWMT ein Muss, aber damit können Agenturen kein Geld verdienen, deshalb wird wenig darüber geschrieben.
    Mit der Mischung aus Google-Suche, Google Analytics, Google Adwords und Google Webmaster Tools kann man schon sehr, sehr viel erledigen – mehr als das durchschnittliche KMU benötigt.

  7. Alexander Holl Says:

    Hallo Stephan,

    kann ich nur bestätigen. Man sieht sich immer gerne sistrix, searchmetrics und Co. an. Selten aber die GWMT. Gerne auch noch in der Verknüpfung mit Google Analytics.
    Beste Grüße
    Alexander

  8. Branchen Bär Says:

    Ich schaue mir auch seit einigen Wochen die GWMT sehr viel genauer an und habe diese auch mit meinen anderen google-Konten verknüpft.
    Man kann mittlerweile schon sehr viele Informationen aus den GWMT bekommen, die einem bei der Fehlersuche oder Optimierung sehr helfen können.

    Grüße, Uli.

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