Sonntag , 4 Dezember 2016

Buchtipp: Warum du häufiger in die Google Webmaster Tools schauen solltest

Es gibt kaum einen Webmaster, der auf die Google Webmaster Tools (mittlerweile Google Search Console) verzichtet. Doch weil beim täglichen Arbeitseinsatz von Suchmaschinenoptimierern Tools wie Sistrix oder SEOlytics zum Einsatz kommen, schauen viele Webmaster nur sehr unregelmäßig in die Webmaster Tools hinein. Aber warum ist das eigentlich so? Möchte man nicht auch mitbekommen, welche Hinweise Google über die eigene Website zur Verfügung stellt?

In den Jahren nach der initialen Veröffentlichung der Webmaster Tools wurde die Toolsammlung häufig belächelt und als „nice-to-have“ abgestempelt, während kostenpflichtige SEO-Tools ein „Must-have“ waren. Doch seitdem Google damit begonnen hat, den Funktionsumfang immer weiter auszubauen – von einem neuen Dashboard über „neuste Links“ bis hin zum „Data Highlighter“ – ist auch das Interesse an den Webmaster Tools sprunghaft gestiegen. Auch die ominösen blauen Briefe (aka „Manuelle Maßnahmen“) im Frühjahr 2012 haben dazu geführt, dass immer mehr (bange) Blicke, von SEOs und Webmastern in Richtung Webmaster Tools Posteingang führen.

Die Vermutung, dass in den Webmaster Tools mehr Information stecken, als die meisten Nutzer aktuell daraus ziehen, war einer der Anstöße, die mich im Frühjahr 2012 dazu bewogen haben, noch tiefer in die Webmaster Tools hineinzuschauen. Während meiner Zeit bei Rocket Internet war es so, dass wir die Tools im Einsatz hatten, doch uns letztendlich „nur“ auf die Bereiche HTML-Optimierungen, Crawling-Fehler, die geographische Ausrichtung und den Suchanfragenbericht gestürzt haben. Alle weiteren Informationen über die betreuten Websites wurden aus kostenpflichtigen Tools bezogen.

Alles über Google Webmaster Tools im E-Book erfahren

Da es kaum gebündelte Informationen über die Google Webmaster Tools gab, habe ich mir die Mühe gemacht, ein solches Informationspaket zu schnüren. Viele Stunden zogen ins Land, die Blätter füllten sich und Ende Juli 2012 habe ich die erste Version des kostenlosen E-Book „Wollen Sie mehr über Ihre Website erfahren – Ein Google Webmaster Tools Handbuch“ herausgebracht.

Das Cover des Google Webmaster Tools E-BooksDieses E-Book habe ich in dieser Woche in umfassend aktualisierter Form veröffentlicht und stelle es kostenlos auf trustagents.de zum Download bereit. Ich kann euch nur empfehlen, regelmäßig in die Webmaster Tools hineinzuschauen. So bildet beispielsweise der Suchanfragenbericht viel genauer die Entwicklung der „Sichtbarkeit“ eurer Seite ab, als es SEO-Tools wie die eingangs genannten jemals können werden.

Macht euch Gedanken darüber, ob sich der Einsatz von strukturierten Daten positiv auf die SEO-Performance eurer Website auswirken kann. Google scheint viel an strukturierten Daten zu liegen. Das wird einer der Gründe sein, warum es seit Kurzem den „Data Highlighter“ in den Webmaster Tools gibt. Es macht kaum Sinn, dass Google ein Tool für die Erhebung von Daten nutzt, die sie nicht für wertvoll erachten. Die Gefahr, dass Google diese Daten mittelfristig für eigene Zwecke nutzt, ist sicherlich vorhanden, aber die Nichtverwendung kann zu einem Wettbewerbsnachteil führen (Stichwort: Rich Snippets).

Auch die Konfigurationsmöglichkeiten für das Crawling sollten besonders Webmaster, die Canonical-Tags und Weiterleitungen nicht einrichten können, im Auge behalten. Denn je effizienter Google eine Website crawlen kann, desto besser wird diese in der Regel in den Suchergebnissen platziert.

Stephan Czysch
Stephan ist Geschäftsführer der TA Trust Agents Internet GmbH (trustagents.de). Zusammen mit seinem Team sorgt er dafür, dass Websites besser auf Suchintentionen ausgerichtet sind. Privat betreibt er den Reiseblog Travelcats. Erfahren Sie mehr über Stephan Czysch auf seiner Website.
Stephan Czysch

9 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen Artikel und das kostenlose Ebook zu Google Webmaster Tools. Ich habe schon länger nicht mehr reingeschaut, weil ich keine Zeit hatte, mich intensiv mit Google Webmaster Tools zu beschäftigen, da ich keine gute Anleitung hatte. Das wird sich jetzt ändern.

  2. Danke für den guten Tipp.

  3. Natürlich sind die GWMT ein Muss, aber damit können Agenturen kein Geld verdienen, deshalb wird wenig darüber geschrieben.
    Mit der Mischung aus Google-Suche, Google Analytics, Google Adwords und Google Webmaster Tools kann man schon sehr, sehr viel erledigen – mehr als das durchschnittliche KMU benötigt.

  4. Hallo Stephan,

    kann ich nur bestätigen. Man sieht sich immer gerne sistrix, searchmetrics und Co. an. Selten aber die GWMT. Gerne auch noch in der Verknüpfung mit Google Analytics.
    Beste Grüße
    Alexander

  5. Ich schaue mir auch seit einigen Wochen die GWMT sehr viel genauer an und habe diese auch mit meinen anderen google-Konten verknüpft.
    Man kann mittlerweile schon sehr viele Informationen aus den GWMT bekommen, die einem bei der Fehlersuche oder Optimierung sehr helfen können.

    Grüße, Uli.

  6. Anfangsweise auch ohne jegliche Webmaster Tools ausgekommen und top Positionen erreicht. Aber das Google Webmaster Tool biete jede Menge neuer Einblicke hinter die Kulissen und erleichtert ungemein die Arbeit jeden Seo’s.