Mittwoch , 22 November 2017

Bericht vom SEOkomm Toolbattle

Mann kennt das.
Frau vielleicht auch, auch wenn die Zielgruppenanalyse das nicht immer preisgeben mag.

In Badehosen gekleidete, von einer Babyöl-Einreibung glänzende und mit aggressiven Gesten ausgestattete Männer steigen in den Ring. Ihre Muskeln zucken nervös, sie wirken so vorbereitet wie Steve Urkel vor einer Mathematik-Prüfung und so wild wie Rambo im Dschungel.
Das Publikum will das sehen, wofür man bezahlt hat: Blut, Schweiß, Tränen.
BHs, leere Bierbecher und plumpe Anfeuerungsrufe werden in den Ring geworfen.

Jeder weiß:
Der Kampf ist erst zu Ende, wenn eine Schulter bis 3 auf dem Boden gehalten werden konnte.
Es kann nur einen Sieger geben, alles andere wäre eine Enttäuschung. Und es würde dann auch nicht Battle heißen, sondern Bastelabend oder Häkelgruppe.

So will es das Klischee …

Ihr werdet aber vorab schon froh sein zu hören: Ganz so war das heute beim SEOkomm Toolbattle nicht. Niemand hat Badehosen  getragen, zumindest nicht während der Veranstaltung. Und auch das Babyöl hat gefehlt. Zumindest während der Veranstaltung.

Bei SEO-Tools ist es nicht so, dass es nur auf die Muskeln ankommt. (Vor allem müsste man ja definieren, welche Muskeln zählen.)
Auch wenn das Wort mit dem „Schw“ und dem dazu passenden Längenvergleich öfter vorgekommen ist, niemand hat es wirklich als Waffe gebraucht.
Ganz im Gegenteil.
Im Prinzip ist es ja so: Es gibt eine ganze Palette an fast standardisierten Anforderungen, die Nutzer haben und viele Tools bieten. Insofern war es hoch interessant zu sehen, wie diese Anforderungen angewendet und umgesetzt wurden.

Die Männer in Nicht-Badehosen, die sich an diesem Tag den Anforderungen gewidmet haben, waren Marcus Tober von Searchmetrics, Maik Benske von Xovi, Christoph C. Cemper (Link Research Tools) und Sören Bendig (SEOlytics).

„Der Weg ist wichtiger als die Ziel“ hat schon Laotse gesagt. So ist auch wieder nicht. In diesem Fall ist der Weg aber eine wichtige Komponente, die man bisher bei Analysen oft zu sehr außer Acht gelassen hat.

In dieser Hinsicht wurden an diesem Nachmittag folgende Themen behandelt:
Welche Keywords soll ich auf meiner Seite einbauen?
Wie finde ich schnell aktuelle Fehler in meinen Projekten?
Wie kann ich am besten einen neue Nische finden?
Wie kann ich feststellen, ob sich eine nische
Wie kann ich gute potenzielle Keywords finden, für die meine Seite noch nicht rankt?
Wie kann ich für verschiedene Keywords in verschiedenen Suchmaschinen monitoren?
Wie kann ich herausfinden, mit welchen Keywords ich am weitesten nach vorne kommen könnte?
Wie kann ich meine Seite mit der Konkurrenz vergleichen und Handlungsschritte daraus ableiten?
Linkaufbau – Entwicklung – Wie viele Links generiert meine Konkurrenz?
Wenn ich eine Liste an Linkangeboten habe, wie wähle ich die richtigen für mein Projekt aus?
Wie finde ich mögliche Linkquellen am besten?
Wie ermittle ich zuverlässig Links für das Google Disavow Link Tool?
Wie kann ich die Linkbuilding Strategie der Konkurrenz herausfinden?
Wie kann ich Linknetzwerke erkennen?
Wie stelle ich fest, ob mich der Penalty-Laster überfahren hat?

Das kurze Fazit davon ist:
Jede Anforderung hat mehrere Lösungswege, über Ockhams Rasiermesser zu springen muss nicht weh tun und gerade wenn man nicht nur ein Tool verwendet, wird man mehreren Herangehensweisen begegnen und das vielleicht auch gezielt nutzen müssen.
Vielleicht als Kopfsteinpflaster für Laotse’s Weg?

Dabei ist es dann aber ganz egal welches Tool man verwendet – Daten können natürlich immer nur richtig genutzt werden, wenn man auch sein Gehirn einschaltet.

Und um diesen Bericht fast schon philosophisch passend abzuschließen:
Finde niemals die Antwort vor der Frage. Das eint alle Tools. Wie lange ihr „Schw“ auch immer sein mag.

Bernhard Hochrainer
Der diplomierte Medienkonzepter und Wirtschaftswissenschafts-Student Bernhard Hochrainer ist seit 2006 auf den Bereich Onlinemarketing spezialisiert und arbeitet bei pixelart GmbH in Salzburg. Dort verantwortet er den Bereich SEO/SEM. pixelart ist eine Interactive-Kreativagentur für digitales Marketing und gehört zu den Top 10 New Media Agenturen in Österreich.
Bernhard Hochrainer
Bernhard Hochrainer

Latest posts by Bernhard Hochrainer (see all)