Mittwoch , 3 September 2014

Deutsche Datenschutzbehörden bestätigen: Google Analytics rechtskonform verwendbar

Endlich! Von deutschen Datenschutzbehörden wurde es heute offiziell bestätigt: Google Analytics ist weder “illegal” noch “verboten”, das Tool kann ab sofort ohne Beanstandung bzw. Bedenken eingesetzt werden. Nachdem es in den letzten Wochen und Monaten unklare Auffassungen zu diesem Thema gegeben hat, die auch in der österreichischen Online-Marketing Landschaft rege diskutiert wurden, konnte Google in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Behörden eine Reihe von Verbesserungen für Google Analytics implementieren.

Weitere Hinweise, Details und Infos sind im Conversion-Room Blog von Google zu finden.
Deutsche Datenschutzbehörden bestätigen: Google Analytics kann ohne Einwände eingesetzt werden

Diese “Good News” aus Deutschland erreichen mich heute während meines Aufenthaltes hier im kalifornischen Mountain View am Google Analytics Partner Summit 2011. Direkt im Headquarter des Suchmaschinenriesen nutzen wir mit elements.at einmal im Jahr die Gelegenheit, unser Know-how mit vielen, spannenden Markt- und Produktneuheiten rund um Web Analytics aufzufrischen.

Neben Networking und Austausch mit den Analytics Produktspezialisten und Produktentwicklern von Google sowie den internationalen Google Analytics Partnerunternehmen sind auch die hervorragenden Keynotes eine großartige Informations- und Inspirationsquelle.

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Auch wenn ich hier vorläufig auf keine weiteren Details eingehen kann, sei vorab so viel verraten: Viel Neues und Großartiges tut sich dieser Tage auf der Web Analytics Front. Leser vom Webmarketingblog erfahren die Updates aus erster Hand und so früh wie möglich, seien Sie gespannt!

Viele Grüße aus Kalifornien – Have a great day!

PS: Auf der am 29. September in Wien stattfindenden Google Analytics Konferenz erwartet Sie ein umfangreiches Programm, präsentiert von Google Analytics Certified Partnern, internationalen Google Produktspezialisten und weiteren Top-Speakern. Es sind aktuell noch wenige Tickets verfügbar, auf der Konferenz-Website können Sie sich noch ein Ticket sichern: http://www.analytics-konferenz.at/. Wenden Sie sich für Details zur Konferenz bzw. um Infos zu letzten, kurzfristigen Vergünstigungen zu erhalten bitte einfach per Mail an info-at-elements-punkt-at!

Thomas Sommeregger
Thomas Sommeregger ist seit 15 Jahren im Online-Business aktiv und leitet die Digital Marketing Unit der Salzburger Internet Agentur elements. Als zertifizierter Partner für AdWords und Analytics widmet er sich hier im WebmarketingBlog.at dem umfangreichen Themenbereich rund um den Suchmaschinenriesen Google (AdWords, Analytics & SEO).

3 Kommentare

  1. Die Einigung / Klarstellung ist erfreulich, zugleich werden aber teils groteske Bedingungen für den rechtskonformen Einsatz von Analytics aufgestellt, die in wenigen Beitraägen bisher erwähnt werden (auch in diesem nicht).
    Ich ergänze daher: rechtskonform einsetzbar (gemäß deutscher Datenschutzbehörden bzw. dem sog. “Düsseldorfer Kreis” – ob der auch für “außerdeutsche” Websitebetreiber maßgbelich ist?) ist Google Analytics dann wenn folgende 4 Bedingungen erfüllt sind:

    1. Mit Google muss ein schriftlicher Vertrag über die Auftragsdatenverarbeitung geschlossen werden. Der Vertrag besteht aus 15 Seiten purem Juristendeutsch, aber prinzipiell spricht wohl nichts dagegen.

    2. Im Rahmen der Datenschutzerklärung der Website muss über die Verarbeitung personenbezogener Daten durch Analytics aufgeklärt und auf die Widerspruchsmöglichkeiten hiergegen informiert werden. Das ist einfach und bis auf die Widerspruchsmöglichkeit, die es seit Mai 2010 gibt, war das schon bisher so notwendig.

    3. Google Analytics muss so eingestellt werden, dass die erhobenen IP-Adressen gekürzt gespeichert werden. Diese Anforderung ist ebenfalls leicht erfüllbar und existiert seit Mai 2010. Sie ändert aber nichts an der Kritik anderer Datenschutzbeauftragter, dass die IP-Daten VOR DER SPEICHERUNG ohne diese Kürzung ERHOBEN und an die Google Server nach USA ÜBERTRAGEN werden, was bereits rechtswidrig sei.

    4. Die letzte Anforderung ist auf den ersten Blick rechtlich nachvollziehbar, aber bei genauerer Betrachtung grotesk: es sei erforderlich, alle bisher rechtswidrig gesammelten Daten zu löschen. Eine derartige Funktion bietet Google Analytics aber überhaupt nicht an. Ergo müsste man sein bestehendes Google-Analytics-Profil löschen und einen neuen Account anlegen. Doch das beendet in Wahrheit nur den Zugriff des bisherigen Analytics-Nutzers auf die auf seiner eigenen Website gesammelten Daten, gelöscht werden diese von Google aber ausdrücklich nicht! Selbstverständlich hat Google selbst aber weiterhin darauf Zugriff und Verfügungsgewalt. Was daran nun die bisher rechtswidrig gesammelten Daten rechtskonformer machen soll, bleibt schleierhaft. Und wie man seinen Kunden als Webagentur die nicht unerheblichen Kosten dieser Maßnahme (Conversion-Ziele neu einrichten, Profile neu einrichten, Zugriffe neu erteilen…) erklären soll, insebsondere dann, wenn es sich um die Kombination von Google Analytics mit Adwords handelt, ebenso.

    Eine Veränderung an Google Analytics selbst zu bisher ist das aber gar nicht – die Widerspruchsmöglichkeit und die IP-Kürzung gibt es bereits seit mehr als eineinhalb Jahren. Das dürfte den deutschen Datenschützern bisher verborgen geblieben sein. Wo also wurde von Google aktuell etwas verändert?

    Liest man den Bericht über die Meldung über diese Änderung im deutschen Shopbetreiber-Blog, steigen ohnedies berechtigte Zweifel an der Rechtssicherheit der Äußerungen auf. Die veröffentlichten Hinweise gelten angeblich nur für Webseiten-Betreiber mit Sitz in Hamburg! Eigentlich logisch, denn warum sollte ein Hamburger Beamter bestimmen können, wie sich das “restliche” Internet weltweit zu verhalten habe – da würde ja der Schwanz mit dem Hund wedeln.

    Zuletzt schränkt er die allgemeine Gültigkeit aber ohnedies gleich wieder ein, indem “angedroht” wird, dass sich “künftig jederzeit weitere Anforderungen ergeben können” – die alles wieder obsolet machen.

    Man scheint als Internetnutzer also der sprichwörtlichen Willkür unterbeschäftigter Beamter ausgesetzt…

    In Vorratsdatenspeicherung und dem Facebook-Like-Button sieht man aber offenbar in Hamburg keinerlei datenschutzrechtlich bedenkliche Entwicklungen – jedenfalls sind uns dazu keine so eifrigen Arbeiten der deutschen Datenschützer bekannt.

  2. Danke für die Ergänzungen, auf die ich im Detail hier im Post vorerst nicht eingehen konnte. Vertrag, Info/Aufklärung über Analytics (übrigens schon seit jeher in den Terms of Service vorhanden), sowie IP-Kürzung sind tatsächlich noch “einfach” umzusetzen. Punkt 4 ist korrekterweise seitens des Users gar nicht möglich, da man ja tatsächlich nur Account bzw. Profil löschen würde, nicht aber die Daten selbst.

  3. Habe einen aktuellen BLOG Beitrag für euch, dass Google Analytics in Österreich eingesetzt werden kann ohne Modifizierungen vorzunehmen.

    Link: http://www.promomasters.at/blog/google-analytics-in-osterreich/

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