Aug 31
No Gravatar

Ende August – und die österreichischen Berge zeigen sich erstmals im Winterkleid. Allerhöchste Zeit, um über ein Winterfell für den Panda nachzudenken. Anders gesagt: Betreiber von touristischen Websites sollten die angezuckerten Gipfel zum Anlass nehmen, darüber nachzudenken, ob ihre Websitetexte schon winterfit sind.

Das Google Panda-Update sorgt seit einigen Tagen auch hierzulande für große Veränderungen in den Suchmaschinenrankings. Insbesondere touristische Websites sollten jetzt mehr als achtsam sein, wie sich ihre Rankings zu buchungsrelevanten Keywords verändert haben.

Die Erkenntnisse aus dem Panda-Update von Google zeigen klar: Webtexte, die für den User geschrieben sind, gewinnen. Und solche, die überoptimiert sind und das „Keyword-Dreschen“ in den Vordergrund stellen, verlieren. Allerdings: Gerade auf Websites von Hotels, Tourismusbetrieben und Regionen ist das Keyword-Spamming weit verbreitet. War es doch vor einigen Jahren eine erfolgsversprechende Technik, seine Seiten in den Google-Rankings weit nach oben zu bringen.

Der Panda braucht einen neuen Skianzug

Jetzt, wenn die Gäste darüber nachzudenken beginnen, wo sie ihr Winterurlaub hinführen soll, ist eine kritische Betrachtung der eigenen Webtexte besonders wichtig. Mein Tipp: Gönnen Sie Ihrer Website ein textliches Facelift. Die letzten Sommertage sind dafür der ideale Zeitpunkte: Noch hat man bequem Zeit, darauf zu warten, dass die neuen, für „Google nach Panda“ optimierten Texte, Rankingpositionen verteidigen oder zurückerobern. Im November, wenn der Schnee nicht mehr nur grüßt, sondern gefallen ist, ist es nämlich zu spät. Dann helfen nur noch Adwords und Textanzeigen, um die Sichtbarkeit einer Seite zu garantieren, deren organische Rankings nach dem Panda-Update abgefallen sind.

Welches Winterfell binden wir dem Bären auf?

Welche Art von Texten ist nun das richtige Futter für den Google-Panda? Ganz einfach: So wie auch das Tier ist Google nach Panda zum Feinspitz mutiert. Von den rund 35 Kilogramm an Bambus, die so ein Panda jeden Tag benötigt, isst er nur die Bambussprösslinge. Die Delikatessen eben. Im übertragenen Sinne ist auch Google nach dem Panda-Update vom Gourmand zum Gourmet geworden.

Statt haltlos alles in sich hineinzustopfen, was die Suchmaschine gerade findet, freut sich Google nun an und über Delikatessen. An Texten, die zeigen, dass sie nicht nur geschrieben wurden, um Suchmaschine anzulocken.

Das neue Qualitätskriterium ist keinesfalls mehr die Keyword-Density. Es sind lange Verweildauer, nierige Absprungraten, hohe Conversions, Weiterempfehlung. Und all diese Qualitäten haben Texte nur, wenn das Auge, das jeder Internettexter auf die Suchmaschinenkompatibilität hat, nicht Überhand gewinnt. Mehr denn je braucht es für erfolgreiche Webtext Menschen, die gut für die Maschine UND den Menschen schreiben können.

Und vor allem braucht es Auftraggeber, die jetzt handeln: Jetzt, wo der Schnee nur einmal schnell von den Gipfeln gegrüßt hat. Nicht erst dann, wenn er schon einen Meter hoch vor der Hoteltüre liegt.

Ein Lesetipp: Wer mehr über Pandas erfahren will, hier der wahrscheinlich lustigste Artikel, der zu diesem Tier je geschrieben wurde, erschienen 2005 im Wirtschaftmagazin brandeins.

Autor: Martina Müllner

Martina Müllner Martina Müllner ist Inhaberin der 2003 gegründeten Kommunikationsagentur MMPR & MMTEXT. Das zehnköpfige Team der Salzburger Redaktions- und PR-Agentur betreut namhafte Kunden in ihrer offline- und online PR-Arbeit. Darüber hinaus ist die Agentur als Spezialist für SEO-Texte und Online-Publishing bekannt.

Weitere Posts zum Thema:

  1. Der Panda ist angekommen! Schaltet Google die eigene Konkurrenz aus?
  2. Panda und das Linkbuilding
  3. Der Google Panda ist auch in Österreich angekommen – erste Zahlen von Xovi
  4. (Qualitäts-)Content is Queen – warum heute ein Jubeltag ist
  5. Der Mythos vom SEO Sichtbarkeitsindex

3 Responses to “Ein Winterfell für den Panda”

  1. Blog-Artikel-Sammlung 10 | Blog | Social Media | Media Network | Geld verdienen | money2010.de Says:

    [...] “Webmarketingblog” ging es darum “Ein Winterfell für den Panda” aufzuziehen und ob die eigene Seite Fit genug [...]

  2. PandaTrainee Says:

    Der Artikel gefällt mir gut. Ich finde die Anlehnung an den eigentlichen Panda und zum Beispiel seine rund 35 Kilogramm an Bambus täglich sehr gelungen!

  3. Texter + Lektorat = Texte nach dem 4-Augen-Prinzip von MMPR & MMTEXT Says:

    [...] heutzutage nicht mehr lieblos in einen Text „gestopft“ werden dürfen, ist spätestens seit dem Google-Panda-Update klar. Das 4-Augen-Prinzip garantiert im Fall von Webtexten daher die intelligente, semantische [...]

Leave a Reply