Sonntag , 18 Februar 2018

Planking: liegst du noch oder plankst du schon?

Der neueste virale Trend namens „Planking“, der sich von Australien wie ein Lauffeuer auf den Rest der Welt verbreitet hat, ist spätestens seit der legendären ZIB 2 vergangene Woche auch in Österreich in aller Munde. Die Idee dahinter ist simpel: Spaß, Spiel und Aufsehen erregen. Eine tiefgründige Bedeutung hat der Trend aus Down Under nicht. Der ein oder andere Marketingexperte weiß es jedoch vielleicht für sich und sein Unternehmen zu nutzen.

Der Begriff Planking leitet sich vom englischen „plank“ = Brett ab. Ziel der ausübenden Planker ist es, sich an den ausgefallensten Orten so flach wie möglich, steif wie ein Brett auf den Bauch zu legen. Gesicht nach unten, Arme ausgestreckt an die Körperseite, Beine langgezogen, Körperspannung. Opfer des Australischen Volkssports sind Tische, Straßenschilder, Plakatwände, Riesenschildkröten, Flüsse, Nachrichtenpults, Basketballkörbe – der Kreativität der Planker sind (zumindest theoretisch) keine Grenzen gesetzt.

 

 

Der virale Effekt der neuen „Trendsportart“  ist phänomenal. Die internationale Facebook Planking Fanpage erreichte innerhalb kürzester Zeit über 200.000 Fans. Die österreichische Version Planking Austria Official hinkt bezüglich Userzahlen noch ein bisschen hinterher, hat aber auch einige geniale Planking-Pics kreativer Landsleute zu bieten.

 

 

Auch Unternehmen können den viralen Trend für sich nutzen. Werbeideen à la iPlank vor einem Apple Store oder ein gemeinsames Flash Plank aller Mitarbeiter eines Unternehmens haben Werbepotential mit hohem Unterhaltungsfaktor. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Kampagne „Where the hell is Matt?“, die sich 2008 auf YouTube virusartig verbreitete und viele User zum Schmunzeln brachte. Das Unternehmen Cadbury Adams (Tochter von Kraft Foods) entdeckte damals eine ähnlich einfache Idee wie Planking und kreierte ein Video mit dem tanzenden Matt, das um die ganze Welt ging.

Wie immer gibt es auch Kritiker und Leute, die mit ihrem jugendlichen Leichtsinn Kritik heraufbeschwören. So wurden beim Planking auf Polizeiautos bereits junge Australier verhaftet, einer versuchte auf einem fahrenden Auto zu planken, und auch auf Balkongeländer in schwindeligen Höhen gab’s schon Planking-Versuche. Dass Planking-Aktionen wie diese gravierende Nachfolgen haben können, sollte einem durchschnittlich verständigen Menschen der gesunde Hausverstand sagen. Für all jene, deren Hausverstand versagt, spricht die australische Premierministerin eine Warnung aus. Die Sicherheit stehe an erster Stelle, meint sie. Die australische Polizei meint hingegen, dass die Bevölkerung das Planking gänzlich unterlassen sollte.

Wenn man mit Maß und Ziel plankt, ist es nicht gefährlich, sondern einfach nur lustig und albern. Sogar namhafte österreichische Journalisten, wie Armin Wolf, ließen sich von dem Virus anstecken und verbreiten ihn weiter. Für all jene, die die ZIB 2 letzten Dienstag verpasst haben, gibt’s hier nochmal einen Ausschnitt aus der Sendung.

Für alle, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, bietet der kommende Mittwoch die optimale Gelegenheit Planking auszuprobieren, der 25. Mai wurde nämlich zum Internationalen Planking Tag erklärt. In diesem Sinne: Plank safe!

Lisa-Marie Leitner
Lisa-Marie Leitner ist Autorin der Weblogs performance-marketing.at und WebmarketingBlog.at. Hauptberuflich studiert sie Management an der FH Joanneum in Graz, verbrachte 2010 ein Semesterpraktikum bei der Full Service Webagency Codegent in London und ist seitdem süchtig nach Twitter, Foursquare und allem was mit digitalem Marketing zu tun hat.
Lisa-Marie Leitner
Lisa-Marie Leitner

4 Kommentare

  1. Was es nicht alles gibt? Cool finde ich von Armin Wolf, dass er da gleich wieder live dabei war. Das macht eben einen guten Nachrichten Moderator aus. TOP!

  2. Planking ist sowas von Social – quasi das Social-Kernöl, welches die like und retweet-Maschinerie am Laufen hält. Na und ein Smartphone braucht man auch dafür. Happy Planking, Sommerloch.

  3. … ich glaube nicht das es nur ein beschäftigung fürs sommerloch wird!!! es gibt in deutschland schon eine eigene community http://plankinglove.de und wenn ich mir mal den altersdurchschnitt der planker anschaue, dann scheint es sich nicht unbedingt um etwas zu handeln was nur von teenies praktiziert wird!

  4. your entire house really needs to be in proportion in proportion to home.