Apr 27
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Bevor man sich an die Suchmaschinenoptimierung einer Website oder deren Bewerbung durch Google AdWords macht, sollte man genug Zeit in die Recherche und Analyse der richtigen Keywords (Suchwörter) investieren. Oft genug wird das leider „vergessen”. Was zur Folge haben kann, dass man viel Geld und Zeit in die Optimierung und Bewerbung der falschen Keywords steckt – das Resultat dann alles andere als optimal.

Stellen wir uns also gleich der brennenden Frage: Was sind die „richtigen” Keywords?

Dieser Artikel ist schon etwas älter, aber doch immer noch brandaktuell. Dieser Methode zur Ermittlung der Suchbegriffe wurde von mir für die letzte Ausgabe der Printversion vom Adzine Magazin (Magazin für Online Marketing) geschrieben, bevor diese leider eingestellt worden ist. Teil 2 wurde somit leider nie abgedruckt.

Kurz gesagt sind es die themenrelevanten Begriffe zu einem Produkt oder einer Website mit möglichst vielen Suchanfragen bei Google und geringer Mitbewerberdichte.

Für eine genauere Antwort muss man sicher auch erst einmal unterscheiden zwischen „short head“ und „long tail“ Keywords.

Unter „short head“ Keywords versteht man Suchanfragen, die nur aus einem kurzen und relativ allgemeinen Begriff mit hohem Suchvolumen bestehen. Der Aufwand für die Suchmaschinenoptimierung ist dafür meist mit hohem Aufwand verbunden, da die Begriffe sehr umkämpft sind. Ein Beispiel dafür wäre „Hotel“. Hier kann man aber schon sehen, dass es sich dabei um eine Suche handelt, die im Normalfall eine sehr geringe Conversion Rate haben wird aber der Aufwand der Optimierung dagegen extrem hoch sein kann.

Im Gegensatz dazu bestehen „long tail“ Keywords aus mehreren Begriffen, bei denen der Suchende schon viel genauer weiß, was er sucht. Ein Beispiel dafür wäre „günstiges Hotel in Salzburg Skigebiet“. Im Unterschied zum oben angeführten hat dieses long tail Keyword natürlich ein geringeres Suchvolumen, jedoch sicher eine höhere Conversion Rate. Ebenso wird sich  die Optimierung dafür um einiges leichter gestalten.

Long tail Keywords wurden vor einiger Zeit unter Suchmaschinenoptimierern noch belächelt. Spätestens seit jedoch aus Google Kreisen bekannt ist, dass ca. ein Viertel aller bei Google abgesetzten Suchabfragen so noch nie getätigt wurden, dürfte sich das geändert haben. Hier zeigt sich aber auch gleich das größte Problem: wie finde ich Keywords, nach denen noch nie gesucht wurde?

Ob nun short head oder long tail Keywords für mein Vorhaben die bessere Wahl sind, hängt von der Strategie und den Zielen ab. Suche ich die richtigen Keywords zur Schaltung von Google AdWords, können viele long tail Keywords mit der höheren Conversion Rate und den billigeren Preisen die bessere Wahl sein (außer natürlich Sie wollen die Anzeigen für Branding Kampagnen benützen). Weiters muss man sich fragen ob es um hohe Besucherzahlen oder hohe Kaufbereitschaft geht. Egal wofür Sie sich entscheiden, verlieren Sie jedoch nie Ihr Ziel bei der Suchwortanalyse aus den Augen.

Die im folgenden vorgestellten Methoden eignen sich besonders gut für die Recherche im short head, lassen sich aber auch vereinzelt für die Suche nach long tail Keywords anwenden.

Es empfiehlt sich für ein neues Projekt einmal mit den wichtigsten und wenigen short head Keywords zu beginnen und erst in weiterer Folge auf eine zusätzliche long tail Strategie zu erweitern. Aber das muss nicht immer so sein und ist auch nicht Thema dieses Artikels.

Haben Sie sich erst einmal für eine Strategie entschieden, kann man nach folgender Methode vorgehen:

  • sammeln
  • bewerten
  • filtern

Keywords sammeln

Zum Sammeln der Keywords ist das Tool meiner Wahl das altbewährte Excel. In einer Basistabelle sollte man in einem ersten Brainstormingprozess mit Kollegen aber auch Freunden oder sogar Familienmitgliedern alle Wörter sammeln, die einem einfallen. Starten Sie erst einmal ganz ohne Struktur und Vorbehalte.

Aber warum mit so vielen verschiedenen Leuten? Eine der größten Fallen ist die Betriebsblindheit: Sie denken in Ihren Produkten, Ihr potentieller Kunde sucht aber nach Lösungen zu seinem Problem. Was hilft es also, wenn Ihre Website oder Ihr Shop perfekt bei Google bei Ihren Produktnamen rankt, Ihr Produkt aber zum Zeitpunkt der Suche noch keiner kennt? So wäre zum Beispiel das Suchwort „Display verschmiert“ oft besser als „Displayschutzfolie XY“.

Nachdem Sie also mit unvoreingenommenen Personen einen ersten größeren Vorrat an Wörtern gesammelt haben, sollten Sie auch gleich alle bereits erschienenen Presseartikel (falls vorhanden) und Werbematerial durchforsten. Eventuell stoßen Sie dabei auch noch auf Wörter, an die Sie vielleicht noch gar nicht gedacht haben.

Danach sollten Sie sich einmal die Keywords ansehen, die bereits Besucher auf die eigene Website bringen. Hier bemühen Sie das kostenlose „Google Analytics“ oder ein anderes bereits eingesetztes Web Analyse Tool. In Google Analytics finden Sie die gesuchten Wörter unter „Zugriffsquellen“ -> „Keywords“ inklusive einem praktischen Filter. Google Analytics hat hier aber eine künstliche Beschränkung: Sie können maximal 500 Keywords anzeigen und exportieren.

Mit diesem Trick können Sie Google Analytics dazu bringen, mehr als nur 500 Keywords zu exportieren.

Dies kann man aber mit einem kleinen Trick umgehen und so maximal 40.000 Keywords exportieren: lassen Sie sich durch die Drop-down Box ganz unten 500 Zeilen anzeigen. Danach hängen Sie in der URL der Seite &limit=40000 an und laden die Seite neu. Nun werden zwar immer nur noch 500 Zeilen angezeigt, die Export Funktion „CSV“ oben auf der Seite exportiert nun aber bis zu 40.000 Keywords. Bitte beachten Sie dabei, dass dies nur mit dem „CSV“ Export funktioniert und aus nicht erklärlichen Gründen nicht mit „CSV für Excel“. Kopieren Sie nun die so gewonnenen Wörter in Ihre Excel Basisliste.

Mit Google Analytics finden Sie heraus, über welche Suchbegriffe die Besucher bereits auf Ihre Website kommen.

Auch die kostenlosen Google Webmaster Tools, bieten unter anderem eine gute Übersicht jener Keywords an, über die man bereits gefunden wird. Zu finden  unter den Menüpunkten „Ihre Webseite im Web“ -> „Keywords“. Im Gegensatz zu Google Analytics läßt sich hier die gesamte Tabelle ohne Hacks als .CSV Datei exportieren und dann auch gleich in die eigene Excel Sammlung übertragen. Die Google Webmaster Tools bieten übrigens eine Menge weitere und kostenlose Tools an, die für die Suchmaschinenoptimierung Ihre Websites extrem hilfreich und wichtig sind. Wenn Sie die Google Webmaster Tools bis jetzt noch nicht benutzt haben, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt sich damit anzufreunden.

Auch über die Google Webmaster Tools bekommen Sie einen schnellen Überblick wie Ihre Website bereits gefunden wird.

Viele Websites oder Shops haben auch eine interne Suche integriert. Vielen Betreibern ist auch oft gar nicht bewußt, welchen Schatz sie damit eigentlich in der Hand halten. Sofern diese Suche die Suchanfragen mitprotokolliert, kann man auch diese Wörter übernehmen. Hier sieht man dann auch gleich sehr gut, ob Besucher nach Produkten suchen, die Sie vielleicht gar nicht erst im Sortiment haben. Auch eine sehr wertvolle Information für die weitere Einkaufsplanung.

Sie wollen aber sicher nicht nur Suchwörter suchen, über die Sie ohnehin jetzt auch schon Besucher generieren. Das ist vor allem für die weitere Suchmaschinenoptimierung sehr interessant. Richtig spannend wird die Keyword Recherche aber erst, wenn Sie sich ansehen, wofür Ihre Seiten noch nicht ranken oder die Konkurrenz optimiert hat und bereits gut bei Google rankt. Gehen Sie also auf Spionage und partizipieren Sie von der Zeit, die andere aus Ihrer Branche schon in diesen Prozess investiert haben! Dazu analysieren Sie die Website eines Konkurrenten, der offensichtlich schon viel Zeit und Geld in die Optimierung seiner Website oder Shop gesteckt hat. Wirkliche Geheimnisse gibt es hier nicht mehr, das werden Sie gleich sehen.

Nun sollten Sie eigentlich schon genau wissen, welche Ihre Konkurrenz Websites sind. Falls nicht, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt sich auch einmal darum durch einfache Suchanfragen bei Google zu kümmern.

Haben Sie eine Seite ausgewählt, hat sich das Firefox Plugin „SeoQuake“ als extrem hilfreich erwiesen. Dieses bietet neben der onpage Keyword Analyse eine Menge weiterer SEO Informationen über eine Seite und kann ausgiebig konfiguriert werden. Beispiele wären hier z.B. Domainwerte wie Backlink Check, PageRank, Alexa, indexierte Seiten, etc., die alle automatisch mit jeder neuen geladenen Seite angezeigt werden können. All dies ist auch für Ihre späteren Optimierungen wieder sehr interessant. Halten Sie sich SeoQuake also in der Hinterhand. Was dieses Plugin aber für die Keywordrecherche so interessant macht, ist der neu erscheinende „Density“ Button in Ihrer Toolbar. Ein Klick darauf, und man bekommt eine sehr schöne erste Übersicht, worauf eine Seite optimiert wurde.

Das kostenlose Firefox Plugin SeoQuake gibt einen schnellen Einblick, worauf die Konkurrenz ihre Seiten optimiert hat.

Neben der URL, dem Titel, der Meta Description werden hier auch die Meta Keywords angezeigt. Es sollte sich zwar mittlerweile bei allen Suchmaschinenoptimierern durchgesprochen haben, dass Meta Keywords schon lange von den Suchmaschinen ignoriert werden. Das sei jetzt aber einmal dahingestellt. Trotzdem kann man sehr schnell anhand der Meta Keywords, dem Titel und der Meta Description erkennen, welche Suchbegriffe für den Besitzer des Shops wichtig waren. Viel Spannender wird es im Bericht noch weiter unten. Hier wird die Keyword Dichte aller ein- und mehrwortigen Phrasen genau aufgeschlüsselt, inkl. Tagcloud und Suchfunktion. Sehr gut gefällt mir hier auch, dass man sich Daten wie Suchvolumen und CPC nachladen kann. Leider hat der Hersteller des Plugins auf eine Exportfunktion sowie Lokalisierung für den deutschen Markt verzichtet. Sie müssen sich also gerade bei den Suchvolumen und CPC mit den amerikanischen Werten begnügen. Für eine erste Konkurrenzanalyse reicht dies aber allemal.

SeoQuake: Neben einer genauen Keyword Analyse einer Seite können auch praktischerweise gleich Werte wie Suchvolumen und durchschnittlicher Google AdWords CPC nachgeladen werden.

Noch professioneller gehen Sie es mit einem kostenpflichtigen SEO/Webmarketing Tool an. Dieser gibt es mittlerweile bereits einige am deutschen Markt, jedes hat seine Vor- und Nachteile. Ich möchte in diesem Artikel im speziellen auf Xovi eingehen, da Xovi seit kurzem als einziges Tool dieser Gattung die hier vorgestellten Analysen nicht nur für google.de sondern auch für google.at anbietet. Dies ist für mich als österreichischen Suchmaschinenoptimierer und meine österreichischen Kunden von großer Bedeutung und aus meiner täglichen Arbeit nicht mehr wegzudenken.

Sehen wir uns das Beispiel für „Displayschutzfolien“ in Xovi an. Über die Funktion „SEO“ -> „Direkte Mitbewerber“ suchen Sie sich einige Interessante Websites zum Thema aus und lasse dann analysieren, zu welchen Keywords diese Seite bereits gut ranken. Dies können Sie wie oben schon erwähnt für google.de oder google.at machen. Weiters schränken Sie die Auswahl auf Keywords ein, deren Suchvolumen z.B. größer als 100 oder mehr ist.

Mit dem kostenpflichtigen Webmarketing Tool „Xovi“ bekommen Sie auf einen Klick verraten, bei welchen Keywords Ihre Konkurrenz bei google.de oder sogar google.at bereits gut gelistet ist.

Sehr spannend ist hier, daß Sie bereits zu jedem Keyword neben dem Suchvolumen auch gleich den korrekten deutschen oder österreichischen CPC jedes Keywords mitangezeigt bekommen. Jede der gewonnenen Listen läßt sich dann auch ganz leicht filtern, sortieren und nach Excel exportieren und unserer Keyword Sammlung anhängen.

Als weitere Tools dieser Gattung sollten die Sistrix Tools oder SEOlytics nicht unerwähnt bleiben.

Eine weitere Möglichkeit Suchwörter zu finden soll ebenfalls nicht unterschätzt werden: Keyword Datenbanken. Als erstes möchte ich auf semaGER.de eingehen. semaGER untersucht mit semantischen Methoden die Beziehung zwischen Wörtern und listet so Begriffe auf, an die Sie vielleicht noch gar nicht gedacht haben.

semaGER untersucht mit semantischen Methoden die Beziehung zwischen Wörtern und listet so Begriffe auf, an die Sie vielleicht noch gar nicht gedacht haben.

Auch der gute alte Thesaurus bietet hilfreiche Dienste um verwandte Begriffe zu finden. Entweder Sie bemühen den mitgelieferten Thesaurus Ihres Textverarbeitungsprogramms wie Microsoft Word oder besser aber den online verfügbaren OpenThesaurus. Dieser bringt zudem die wunderbare Funktion der deutsch-österreichischen Übersetzung gleich mit. Bei manchen Themen unterscheiden sich ja Wörter im österreichischen ganz massiv zu den deutschen. Man denke nur an Speisen. Wenn Sie zum Beispiel in Österreich „Buletten“ oder „Fleischklöpse“ bestellen, werden Sie nicht immer Glück haben. Dann ist es gut zu wissen, dass man dort eher von „Fleischleiberl“ oder „Fleischlaberl“ spricht. Bei einer Optimierung auf nur eine Schreibweise verschenken Sie mit Sicherheit einiges an Potential. Diese klassische Falle sollten Sie auf jeden Fall vermeiden.

Der OpenThesaurus bieten neben der Suche nach Synonymen auch gleich eine regionale Übersetzung an.

Eine ähnliche Funktion bietet übrigens der ebenfalls kostenlose Dienst ostarrichi.org an. Der eine oder andere darin enthaltene österreichischen Begriff gleitet aber schon manchmal zu tief in einzelne Dialekte ab, und dürfte somit nicht immer für unsere Liste brauchbar sein. Am besten probieren Sie hier beide Dienste aus und finden Ihren Favoriten.

Eine etwas professionellere Möglichkeit in Keyword Datenbanken zu suchen, bieten wiederum kostenpflichtige Tools. Auch hier wieder am schon oben erwähnten Beispiel Xovi. Über eine einfache Suchabfrage können Sie sich Keywords anhand von Ihnen vorgegebenen Kriterien vorschlagen lassen, wie z.B. den Google AdWords CPC, Suchvolumen, Mitbewerberdichte oder minimale oder maximale Keyword Länge. Nicht zu verachten ist auch das Kriterium „Bester Monat“, was vor allem für Optimierungen für zum Beispiel das Weihnachtsgeschäft sehr hilfreich ist.

Xovi bietet eine sehr einfache Möglichkeit der Keyword Recherche mit allen möglichen Filterkriterien.

Auch hier lassen sich die Resultate wieder beliebig nach allen Kriterien filtern, sortieren und zur Weiterverarbeitung exportieren.

Mit Xovi können Sie die gewonnen Keywords beliebig nach allen Kriterien filtern, sortieren und zur Weiterverarbeitung exportieren.

Auch SEMRush, das ich in einem eigenen ausführlichen Beitrag getestet habe, bietet hier eine tolle Datenbasis.

 

Aber auch mit dem „Long Tail Keyword-Tool“ kann man auf Keywordsuche gehen. Damit werden automatisch passende Long Tail Begriffe mit ausreichendem Suchvolumen auf Basis eingegebener Keywords generiert. Zu jedem Suchwort werden auch die Anzahl der Google Resultate angegeben, eine Exportfunktion ist ebenso vorhanden.

Doch im Bereich der Keyword Datenbanken, darf man auf keinen Fall das meistbenutzte Werkzeug, das „Google AdWords Keyword Tool“ für die Keyword Recherche außer Acht lassen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten dieses zu starten. Entweder über den eigenen Google AdWords Account oder ohne diesen. Ich empfehle den Einstieg über Google AdWords, da sonst die Anzahl der Ergebnisse von Google künstlich beschnitten wird. Dazu öffnen Sie Ihren Google AdWords Account, wählen im Menü „Werbechancen“ und dann links „Keyword-Tool“ aus. Sollten Sie über keinen Google AdWords Zugang verfügen, können Sie auch über folgenden Link direkt einsteigen, aber wie gesagt liefert diese Version nicht alle Resultate. Außerdem geht Google bei dieser Methode mit Hilfe eines Captchas sicher, dass Sie nicht über ein Programm automatisierte Massenabfragen starten.

Derzeit bietet Google zwei Versionen an: standardmäßig eine neue Beta Version und die alte, die über den Link rechts oben „vorherige Benutzeroberfläche“ auswählbar ist. Machen Sie sich gut mit den vorhandenen Einstellungsmöglichkeit vertraut. Besonders sollten Sie aber auch auf die korrekte Auswahl bei Land und Sprache aufpassen, da Sie sonst nicht die korrekten Werte bekommen. Auch hier sind wieder alle Ergebnisse im Excel Format downloadbar. Investieren Sie ruhig etwas Zeit in diese Möglichkeit, denn die hier gewonnenen Daten kommen direkt von der Suchmaschine und spiegeln das aktuelle und allgemeine Suchverhalten sehr gut wieder. Wenn Sie genau aufpassen, werden Sie übrigens merken, dass diese Datenbasis in einigen der hier vorgestellten Tools verwendet wird.

Aber auch bei der einfachen Suche selbst versorgen Sie die Suchmaschinen kostenlos mit Vorschlägen für Ihre Basisliste.

Hier möchte ich als erste und sehr banale Möglichkeit „Google Suggest“ vorstellen. Hinter diesem Begriff verbirgt sich einfach nur die automatische Vervollständigung im Google Suchfeld. Nachdem Sie hier die ersten Buchstaben Ihres Keywords eingetippt haben, tauchen automatisch von Google gegebene Vorschläge zu häufig gesuchten Begriffen mit diesem Anfang auf.

„Google Suggest“, die automatische Vervollständigung im Google Suchfeld zeigt häufig gesuchte Begriffe auf.

Google hat dieses Feature Anfang 2009 freigeschalten, welches sich teilweise massiv auf die von Google gebrachten Besucherzahlen auswirkt. Gerade tippfaule Menschen beginnen hier ein Wort zu tippen und wählen dann den am besten passenden Suchbegriff aus. Nachdem natürlich schon sehr viele Suchmaschinenoptimierer das Potential dieser Vorschläge entdeckt haben, können Sie aber davon ausgehen, dass diese Vorschläge meist schon relativ umkämpft sind. Nehmen Sie übrigens bitte nicht alle Suchbegriffe zu ernst, manchmal liefert Google Suggest hier durchaus sehr eigenartige Vorschläge. Beginnen Sie auch hier wieder, Ihre Keywords einzutippen, und übertragen Sie die passendsten der erscheinenden Suchphrasen in Ihrer Basisliste.

Wenn Sie mit dieser Methode richtig produktiv arbeiten wollen, sollten Sie sich einmal die kostenpflichtige Windows Software „Keyword Magnet“ ansehen. Diese holt automatisiert zu vorgegebenen Suchbegriffen die Vorschläge aus der Google Suggest Box. Dies funktioniert übrigens auch mit verschiedenen Länderversionen wie auch Bing, Yahoo!, Google Shopping, Amazon und vielen weiteren. Eine gerade bei dieser Methode sehr praktische Exportfunktion ist dabei natürlich mit an Bord.

Weiters bietet Google auf jeder Resultatseite unter den Suchergebnissen eine Liste verwandter Suchbegriffe. Mit viel Glück finden Sie auch hier den einen oder anderen neuen Begriff.

Bing oder Alexa bieten übrigens sehr ähnliche Funktionen.

Hier gehts weiter mit dem unveröffentlichten zweiten Teil, wo es um bewerten und filtern der gesammelten Keywords geht.

 

Autor: Oliver Hauser

Oliver Hauser Oliver Hauser ist Gesellschafter der levelseven OG und Autor des Weblog WebmarketingBlog.at. Seine Spezialgebiete sind Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung, Webprogrammierung und das Content Management System TYPOlight. Spannende Neuigkeiten zu diesen Themen werden auch über seinen Twitter Account verbreitet. Oliver Hauser ist außerdem Organisator der SEOkomm, der ersten Konferenz für Suchmaschinenoptimierung in Österreich.
 

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2 Responses to “Vor der Optimierung: die richtige Auswahl der Keywords – Tools, Techniken und Fallen (Teil 1)”

  1. Vor der Optimierung: die richtige Auswahl der Keywords – Tools, Techniken und Fallen (Teil 2) Says:

    [...] kommt heute der 2. Teil meines Artikels für das Adzine Magazin über die Keyword Recherche. Teil 1 behandelte die Techniken zum Sammeln der Keywords, nun geht es um das Bewerten und [...]

  2. Thomas Rafelsberger Says:

    Kann man nicht oft genug lesen diesen Beitrag ;)

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