Montag , 27 Juni 2016

Kommentar Spam in Blogs in den Griff bekommen

Es ist sicher das unangenehmste Thema als Blogbetreiber: der Kommentarspam. Je populärer ein Blog wird, desto mehr penetrante Linkjäger wollen durch stupide Spam Kommentare Links abstauben. Im ersten Jahr dieses Blogs hatte ich damit noch kaum Probleme. Doch irgendwann scheint die URL dieses Blogs in einigen unangenehmen Spamschleuderprogrammen aufgetaucht zu sein. Das Resultat ist sehr unangenehm:

Im Minutentakt rauschen sinnlose Kommentare rein, händisch ist das nicht mehr zu bewältigen. Früher lies ich noch dem bei WordPress standardmäßig mitgelieferten und sehr beliebten Plugin „Akismet“ diese Aufgabe über. Nun schickt ja Akismet zum Klassifizieren der Kommentare alle diese durch das Netz (inkl. IP und Email Adresse, mittlerweile anscheinend anonymisiert?)  und überprüft diese auf deren Server. Ob das jetzt ein Datenschutzproblem darstellt, kann ich nicht beurteilen, einen unangenehmen Touch hat es aber allemal. Abgesehen davon war für mich die Klassifizierung alles andere als zufriedenstellend. Zuviele Spam Kommentare rutschten als gute Kommentare durch, zu viele „echte“ Kommentare wurden als Spam eingestuft. Alles in allem zu viel manuelle Nacharbeit.

Also habe ich etwas neues ausprobiert, nämlich das Plugin „AntispamBee“ vom WPSEO Entwickler Sergej Müller. Dieses Plugin schickt keine Daten durchs Netz, sondern klassifiziert lokal. Wie genau AntispamBee hier vorgeht kann hier nachgelesen werden.

Wenn man die Einstellungen etwas tweakt, ist das Resultat wirklich hervorragend. Mittlerweile werden fast 100% der Kommentare auf diesem Blog richtig bewertet. Grund genug für mich, alle Blogs von Aktismet auf AntispamBee umzustellen.

Hier übrigens das Resultat nach einigen Tagen:

Hier sieht man sofort, dass man das gar nicht mehr händisch handeln könnte.

Was kann aber aber tun, um gar nicht erst in die Listen der Kommentar Spammer aufgenommen zu werden? Wahrscheinlich nicht viel. Eines der wenigen Dinge ist aber meiner Meinung nach, die Kommentare mit nofollow zu kennzeichnen. Seit einiger Zeit ist das bei WordPress als Standard eingestellt. Als Idealist und „nicht Linkgeizer“ hatte ich früher alle Kommentare mit einem follow versehen. Meiner Meinung nach hat dies sicher dazu beigetragen, dass die Spammer auf diesen Blog aufmerksam wurden, obwohl diese Meinung sicher sehr umstritten ist. Ich rate aber allen, auf keinen Fall mehr auf follow Kommentare umzustellen. Dies kann übrigens einen weiteren sehr unangenehmen Nebeneffekt haben, wie eine aktuelle Geschichte zeigt.

Ausserdem benutze ich das Plugin „Delink Author Comment„. Falls mal Kommentare dabei sind, die zwar zum Thema passen, aber deren Links trotzdem offensichtlich Spam sind.

Eine weitere Möglichkeit wäre sicher, aus den Kommentarfeldern das URL Feld gänzlich zu entfernen und den Blog so komplett unattraktiv für Spammer zu machen. Dafür habe ich aber leider noch kein passendes Plugin gefunden, vielleicht kann mir jemand eines empfehlen. Sicher keine feine Sache, denn ein gutes Kommentar sollte auch mit einem (wenn auch nofollow) Link belohnt werden. Ausserdem ist ja durchaus interessant, zu sehen wer hinter einer Meinung steckt.

Was kann man sonst noch gegen Kommentarspam machen? Wahrscheinlich nicht viel!
Mich würde aber sehr interessieren, wie Sie das Spam Problem in Ihren Blogs in den Griff bekommen haben und freue mich auf viele Kommentare!

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Oliver Hauser
Oliver Hauser ist Inhaber des Salzburger Unternehmens get on top gmbh und Betreiber des WebmarketingBlog.at, außerdem ist er mit seiner Firma Next Experts GmbH einer der Veranstalter der SEO Konferenz SEOkomm und der Online Marketing Konferenz OMX. Seine Spezialgebiete sind Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenmarketing und Linkaufbau speziell für Österreich.
Oliver Hauser
Oliver Hauser

11 Kommentare

  1. Ich denke, dass dein Ansatz deinen Blog auf Nofollow umzustellen nicht unbedingt Verbesserungen bringt. Heute gibt es nur eine Möglichkeit den Spam einzudämmen und das ist die gesamte URL aus dem Kommentar zu nehmen. Das bringt zumindest für die Zukunft, wenn jemand auf der Jagd nach Links auf die Links der Konkurrenz zurückgreift.

    Ich selbst lasse meinen Blog lieber dofollow und prüfe dann von Hand nochmal. So viele Kommentare kommen auch bei gut besuchten Blogs eher selten und sind abhängig vom Blog-Thema.

  2. Lustig finde ich irgendwie aber dennoch wenn sich SEO-Leute über SEO-Spam ärgern, wo doch das quasi e hausgemacht ist 😉

  3. @georg: SEO ist nicht gleich SEO, da muss man ganz klar unterscheiden. wir z.b. nutzen für unsere kundenprojekte und eigenen projekte blog spam NICHT für linkaufbau. ich kommentiere viel in blogs, aber nur wenn ich zum thema etwas zu sagen habe, aber dann schicke ich die URL natürlich mit.

    @ von hand prüfen ist bei keinem unserer projekte mehr möglich. kennst du ein plugin, dass das URL feld ausblendet? es einfach im wordpress template zu entfernen bringt nicht den gewünschten erfolg.

  4. Hallo Oliver! Also ich setze für Blogs auf Akismet, weil es einfach funktioniert. Bezüglich Datenschutz stelle ich die Frage in den Raum, was an einem öffentlichen Kommentar in Zeiten von Google und Fb schutzwürdig sein soll?

    Nofollow finde ich unfair gegenüber ehrlichen Besuchern.

  5. Ich sortiere erst einmal nach Deutsch und Ausländisch. Gegen den Ausländischen kann man nicht viel machen bzw. ist noch schwieriger. Manchmal bei illegalem kann man vielleicht noch den Behörden im jeweiligen einen Tipp geben oder dem BKA.
    Den Deutschen Spammern schreibe ich von einer Spamadresse also eine Adresse, die nicht mit meinem Namen verbunden ist und wo ich quasi Anonym agieren kann. Diese Mails verknüpfe ich auch nicht mit einem Namen.
    Das folgt wenn auch erst im zweiten Schritt, nämlich der Abmahnung als ersten Schritt zur Unterlassungsklage, wenn das einige Penetrante es nicht verstehen. Mit Telefonwerbung und Briefkastenwerbung habe ich es schon gemacht. Bei Spam bisher noch nicht.
    Wobei der Betrieb von Linkfarmen mit dem Ziel einer besseren Markstellung vielleicht auch den § 263a Computerbetrug (STGB) erfüllen könnte.

  6. @ulrics: Kommentar Spam ist nicht verboten, von daher bringt eine Abmahnung und eine Unterlassungsklage überhaupt nichts. Was nicht verboten ist, kann auch nicht abgemahnt werden. Die einzige Form von Spam die im Internet tatsächlich verboten ist, ist e-Mail Spam.
    Eine Linkfarm ist ebenfalls nichts was irgendwie verboten ist. Selbst wenn diese Linkfarm dem Ziel dient eine bessere Marktstellung zu bekommen. Auch das ist nicht verboten. Suchmaschinenoptimierung ist nichts illegales.
    Du wirst dir mit solchen Aktionen nur selbst Kosten verursachen (Gerichtskosten, Anwaltskosten), aber dem Spammer wirst du nicht bei kommen.

  7. Ich nutze bei WordPress das Plugin KeyCaptcha. Dieses Captcha unterscheidet sich in seiner Art von den üblichen Captchas, bei denen man manchmal wirklich nicht erkennt, was das da jetzt für ein Wort oder eine Zahl ist. Bei KeyCaptcha muss ein kleines Puzzle gelöst werden. Seit ich das Plugin nutze hat sich mein Spam- aufkommen auf null reduziert. Probehalber habe ich es mal für ein paar Tage deaktiviert und Zapp.. Spam über Spam.
    Also ich bin von KeyCaptcha überzeugt, da auf allem meinen Seiten der Spam auf Null gesunken ist, seit ich dieses kostenlose PlugIn nutze.

  8. خرید پنل اس ام اس

    Also ich bin von KeyCaptcha überzeugt, da auf allem meinen Seiten der Spam auf Null gesunken ist, seit ich dieses kostenlose PlugIn nutze.

  9. Huhu,

    ich habe einen nicht deutbaren Kommentator und da mein Blog Thema eine Nische ist, immer noch, kommen nicht viele Kommentare. Ich kann aber durch Krankheit auch kaum mehr bloggen.

    Also der postet nette und wortmäßig passende Kommentare, aber mir kommt seine IP und Email komisch vor, auch die Häufigkeit im Vergleich zum Alltag mit dem Blog. Wer kann mir dabei helfen rauszufinden, ob ich die genehmigen soll oder nicht? Ich könnte Sreens machen.

    LG
    Nidi

  10. Ach so, Captcha halte ich für die schlechteste Variante. Ich bin Nutzer und kein Marketingmacker der alles für sich vereinfachen will, aber User die genötigt werden Captchas zu lösen verzichten aufs Kommentieren, sogar dann wenn der Text bereits geschrieben wurde.

    Ich selbst löschte schon Texte weil wordpress einen zwingt sich überhaupt zu registrieren oder auch einzuloggen, es gab Blogs da hatte man keine Chance etwas zu sagen ohne eigenen WordPress und dass ist echt mist. Leider kommt man irgendwann nicht mehr um wordpress drumrum, wenn ein schickerer Blog geplant ist, aber ich mag diese Umständlichkeit bei der Erstellung und beim Kommentieren gar nicht. Als völliger Outsider kann man an WP echt verzweifeln und sämtliche Hilfeforen sind voller Angeber die einen von oben herab abfertigen, Hilfe gibt es nie.

    Ich habe Angst vor meinem entgültigen Umzug auf wp, auch wegen der hier abhehandelten Thematik. Wie sollen normale Leute sich zurechtfinden, es kann nicht jeder erst wp studieren. Was kann man also tun gegen Spammer, wenn man wp schon von grundauf nicht rafft?