Für jeden, der in guten, originären Unique Content investiert, ist dieser Blogpost von Amit Singhal und Matt Cutts ein Grund, die Korken knallen zu lassen.
Im offiziellen Google-Blog gaben die beiden eine bedeutsame Änderung des Google-Algorithmus bekannt, der (hoffentlich) große Auswirkungen haben wird. Um in aller Prägnanz zusammenfassen, was die beiden Herren verlautbaren ließen:
Seiten mit schlechtem Content – zum Beispiel aus Content Farmen oder Duplicate Content – werden künftig schlechter gerankt.
Seiten mit gutem Content werden von dem Algorithmus-Update profitieren.
Was genau Google unter gutem Content versteht, erläutern Amit Singhal und Matt Cutts:
Originäre Inhalte
Hintergrundinformationen
tief gehende Reportagen
eingehende Analysen
Die beiden Google-Mitarbeiter gehen davon aus, dass sich in rund 12 Prozent der Suchabfragen die Rankings durch dieses Update verändern werden.
Oder: was hat Boney M. mit der Sperrstunde in Wien zu tun? Kurz gesagt: das Video “Ursula Stressned“, hat das Potenzial viral zu werden. Eine super Idee und ein wirklich toll nachgestelltes Video machen auf ein Problem aufmerksam. Protest 2.0 sozusagen. Noch dazu witzig gemacht (auch die Originale).
1973 Die Berliner Brüder Heinz und Jürgen Huth landen unter dem Namen NIGHTTRAIN einen Hit mit ihrem Song “Hallo Bimmelbahn”:
Es ist sicher das unangenehmste Thema als Blogbetreiber: der Kommentarspam. Je populärer ein Blog wird, desto mehr penetrante Linkjäger wollen durch stupide Spam Kommentare Links abstauben. Im ersten Jahr dieses Blogs hatte ich damit noch kaum Probleme. Doch irgendwann scheint die URL dieses Blogs in einigen unangenehmen Spamschleuderprogrammen aufgetaucht zu sein. Das Resultat ist sehr unangenehm:
Im Minutentakt rauschen sinnlose Kommentare rein, händisch ist das nicht mehr zu bewältigen. Früher lies ich noch dem bei WordPress standardmäßig mitgelieferten und sehr beliebten Plugin “Akismet” diese Aufgabe über. Nun schickt ja Akismet zum Klassifizieren der Kommentare alle diese durch das Netz (inkl. IP und Email Adresse, mittlerweile anscheinend anonymisiert?) und überprüft diese auf deren Server. Ob das jetzt ein Datenschutzproblem darstellt, kann ich nicht beurteilen, einen unangenehmen Touch hat es aber allemal. Abgesehen davon war für mich die Klassifizierung alles andere als zufriedenstellend. Zuviele Spam Kommentare rutschten als gute Kommentare durch, zu viele “echte” Kommentare wurden als Spam eingestuft. Alles in allem zu viel manuelle Nacharbeit.
Ende Jänner 2011 ging in Innsbruck die diesjährige ENTER über die Bühne, eine internationale Konferenz zu eTourism und digitaler Kommunikation. Normalerweise eher dem rein akademischen Fachpublikum ein Begriff, punktete die Veranstaltung heuer erstmalig mit dem 1. Austrian eTourism Day. Die Frage, warum für eine rein deutschsprachige Veranstaltung ein englischer Titel gewählt werden musste blieb zwar unbeantwortet, dafür waren so gut wie alle internetaffinen Onlinetouristiker Österreichs anwesend, beziehungsweise via Stream & Twitter so gut wie live dabei. Zum Nachlesen und -schauen hat Günter Exel dankenswerterweise eine feine Multimediareportage bereitgestellt.
Die diskutierten Fragen mögen manch Unbeteiligtem vielleicht innovativ und neu vorgekommen sein – die Gretchenfrage „Wer verfügt denn eigentlich über die Preishoheit?“ wurde allerdings bereits 2005 bei ebenselber Veranstaltung gestellt. Hier scheiden sich naturgemäß die Geister:
Thomas Reisenzahn (Geschäftsführer der Österreichische Hoteliervereinigung) vertritt die Meinung seines Klientel: Der Hotelier muss seinen eigenen Zimmerpreis bestimmen können. Nun wurde aber der Hotelerie seit Beginn des Internetzeitalters erklärt, Marketing/Sales sei wohl besser an Spezialisten auszulagern – diese Aufgabe wurde teils gerne, teil widerstrebend von Tourismusverbänden und artähnlichen Dienstleistern kostenlos erbracht. Ein Kostenbewusstsein für diesen immens wichtigen Unternehmensteil fehlt daher in der Regel vollkommen. Während in anderen Branchen in jedem Businessplan zwischen 30% und 50% des Umsatzes für Werbung, Marketing und Vertrieb verplant sind, sehen sich viele Vermieter mit 10% Buchungsprovision heillos überfordert.
Gregor Kadanka (Geschäftsführer von Mondial) kauft als Veranstalter Nettopreise ein und verkauft nach seinem Gutdünken zu marktfähigen Preisen in selbst geschnürten Bundles.
Bei der Podiumsdiskussion zwar durch Abwesenheit geglänzt, aber trotzdem nicht mehr wegzudenken: Intermediäre, landläufig auch gerne Buchungsportale genannt.
Das ewige Spannungsfeld zwischen dem touristischen Produzent und Vertrieb offenbart sich in seiner ganzen Härte, wenn man Angebote namhafter Reiseveranstalter wie „eine Woche Tirol im 4* Hotel mit Halbpension um 99EUR“ im zufällig ausgewähltem Supermarkt nachrechnet – jede vernünftige Grenzkostenrechnung wird hier lauthals “Alarm, Stop, Retour” schreien. Insiderberichten zufolge kauft Eurotours, laut Eigendefinition immerhin die größte Incoming Agentur Zentraleuropas, das Hotelzimmer in Tirol in der Hochsaison um schlappe 11EUR pro Person ein.
Nach dem Bloggergate und der Google-Bing Geschichte ist die SEO Szene nun um einen neuen Paukenschlag reicher: gestern haben Heiner Hemken (Gretus) und Constantin Rehberg verlautbart, dass sie ihren SEO Blog seo-united.de verkaufen wollen. Warum? Weil Google den Blog vorgestern “abgestraft” hat und den PageRank von 5 auf 3 vermindert hat. Die beiden haben mit ihrem Projekt seo-united.de wirklich tolle Arbeit geleistet und die führende Plattform für die deutschsprachige SEO Szene geschaffen.
In meinen Augen wirkt deren Reaktion doch etwas überzogen und fast schon beleidigt. So sind sich heute doch fast alle SEOs einig, das der Pagerank nicht mehr viel aussagt, ja sogar als völlig irrelevant eingestuft wird.
Schaut man sich den Sichtbarkeitsverlauf bei google.de an, sieht man, welch hervorragende Arbeit die beiden mit ihrem Projekt gemacht haben:
Natürlich muss man sich anschauen, welche Auswirkungen auf die Sichtbarkeit diese Abstufung haben wird. Meine Prognose: gar keine!