Dienstag , 20 Februar 2018

Webcontent International: Social Media

Nachdem wir uns bereits mit Online Strategie, Keyword Recherche und Themenfindung in einem international ausgelegten Kontext auseinandergesetzt haben, widme ich mich nun dem einem weiteren sehr beliebten Thema: Internationales Social Media Marketing.

Zunächst ein paar interessante Daten & Zahlen zu den im Internet verbreiteten Sprachen und den „beliebtesten“ Social Media Netzwerken:

Die Top 10 im Internet verbreiteten Sprachen nach Usern sind*:

  • Englisch mit 536, 3 Millionen online Usern
  • Chinesisch mit 444, 9 Millionen online Usern
  • Spanisch mit 153,3 Millionen Usern
  • Japanisch mit 99,1 Millionen Usern
  • Portugiesisch mit 82,5 Millionen Usern
  • Deutsch mit 75,2 Millionen Usern
  • Arabisch mit 65,4 Millionen
  • Französisch mit 59,5 Millionen
  • Russisch mit 59,7 Millionen
  • Koreanisch mit 39,4 Millionen
  • Der gesamte Rest: 350,6 Millionen

*(Zahlen mit freundlicher Genehmigung der Internet World Stats verwendet.)

Die Universalsprache im Internetscheint anteilsmäßig nach wie vor Englisch zu sein. Und zwar auch für Nicht-Native Speakers – es kann davon ausgegangen werden, dass auch Non-Natives sich der englischen Sprache bedienen, wenn sie mit der eigenen Muttersprache nicht finden, was sie suchen.

Weiters werfen wir einen Blick auf die Social Netzwerke gereiht nach globaler Beliebtheit und deren Wachstum:

Diese unten angeführte Tabelle stammt aus von Vincos Map of Social Networks – Weltkarte der Social Media Netzwerke (basierend auf Alexa und Google).  Stand Juni 2010:

Aus der 2010 Version der Map of Social Networks geht hervor:

  • dass Facebook in vielen, vielen Ländern die Nummer 1 ist.
  • Facebook hat außerdem Marktanteile gegenüber dem Vorjahr dazugewonnen und wird auch noch weiterhin dazugewinnen, momentaner Stand laut Facebook selbst: über 500.000.000 registrierte Nutzer.
  • Davon gibt es etwas mehr weibliche als männliche Social Netzwerker und die Altersgruppe mit der höchsten Wachstumskurve ist das 35+ Segment.

Sehen wir uns noch die Top 3 beliebtesten Social Media Netzwerke* an und zwar in Ländern, die als die Top-Social Media Netzwerk Nationen eingestuft werden:

Top drei Social Media Netzwerke in den aktivsten Social Netzwerker Nationen

(*Quelle ebenfalls Vincos.it)

Und wir stellen fest: Facebook ist  fast überall die Nummer 1:

In China ist Facebook nach wie vor zensiert, jedoch ist Social Media trotzdem überaus beliebt, die Top 3 Social Netzwerke in China sind:

  • Renren.com Eigentlich ein Facebook Clone  mit angeblich über 120 Millionen Nutzern. (Das Netzwerk war früher als Xiaonei bekannt, der Name wurde 2009 offiziell geändert.
  • Kaixin001.com mit ca. 75 Milionen registrierten Nutzern.
  • Qzone.com eigentlich das Schwesternportal von QQ dem größten online Messenger Service in China, mit angeblich 388 Millionen Nutzern online.

In Brasilien ist das beliebteste Social Media Netzwerk Google’s Orkut mit 20 Millionen Visits pro Monat, vor Sonico.com und Mypace.

Beachtliche Zahlen – so viel ist sicher.

Worauf ich allerdings hinaus will ist:

Die Welt ist nicht nur online, sie ist in vielerlei Art sozial vernetzt und sie tauscht sich aus, teilt Inhalte auf die unterschiedlichsten Arten.

Egal ob wir von Facebook, YouTube, Myspace, Orkut, RenRen oder Twitter reden – Social Media passiert, und zwar freiwillig und weltweit.

Social Media ist längst nicht mehr nur mehr Zeitvertreib oder eine kurzlebiger Trend, es ist um Eric Qualman, Autor von Socialnomics zu zitieren: „Social Media die größte Revolution seit der Industriellen Revolution“ und damit noch lange nicht vorbei.

Für mich hat Social Media uns im Informationszeitalter die bereits leicht geöffnete Tür noch ein Stück weiter geöffnet. Und der Schlüssel mit dem Sie die Türe noch weiter aufmachen können: ist die Sprache.

Warum ist Sprache so wichtig, wenn wir uns mit einer Social Media auseinandersetzen?

Stellen wir uns doch selbst ein paar aufrichtige Fragen, am einfachsten am Beispiel Facebook, das ja auch in Österreich schon sehr beachtliche Mitgliedszahlen vorweisen kann, nämlich 2.177.640 laut Social Media Radar Austria.

  • Wenn Sie auf Facebook aktiv Fan werden, dann sicher nicht auf Seiten, deren Inhalte Sie nicht verstehen, oder?
  • Und Sie haben sicher schon einmal eine Einladung in eine Gruppe erhalten, wo man Ihre Sprache nicht spricht. Und, sind Sie beigetreten?
  • Und wenn ja, wie lange waren Sie aktiv Mitglied in dieser Gruppe?
  • Ab wann haben Sie die Updates aus Ihrem Newsfeed ausgeblendet?

Spätestens beim ersten Newsletter, der nicht in einer Sprache, die sie verstehen können bei Ihnen landet,  haben Sie sich schnellst möglich wieder verabschiedet… (Mir ging es zumindest so.)

Und das ist verdammt schade, denn Social Media ist dazu gedacht sich zu vernetzen, Inhalte und Wissen zu teilen, sich zu verlinken und sich auszutauschen, Nachrichten zu verbreiten, Informationen zu übermitteln, Empfehlungen auszusprechen.

Mit der steten Weiterentwicklung der Social Netzwerke sind der Reichweite Ihrer SMM Aktivitäten so gut wie keine Grenzen gesetzt, das Potential ist, um es gelinde auszudrücken, extrem groß.

Haben Sie bereits eine Facebook Seite oder einen Twitter-Account, mit denen Sie Ihre Online Marketing Strategie vervollständigen, inklusive Kunden in oder aus anderen Märkten?

Dann sollten Sie wirklich auch ein bisschen die Sprache dieser Kunden sprechen. Und wenn schon nicht fließend Norwegisch, dann doch wenigstens Englisch, denn damit kommen Sie schon ganz schön weit, wie wir bereits weiter oben gesehen haben.

  • Bieten Sie eigens für diesen Zielmarkt erstellte Inhalte zum Lesen, Teilen, Verbreiten und Weiterempfehlen an – denn sonst verlieren Sie diese Fans ganz schnell wieder.
  • Social Media Netzwerke wie Facebook, Twitter, aber auch Location Tagging Dienste wie Gowalla und Foursquare sind in England und den USA, aber auch andernorts bereits viel weiter verbreitet als in unseren Breitengraden – gerade hier lässt sich mit einer international ausgelegten Online Marketing Strategie richtig punkten, außerdem sind diese Online-Märkte um ein Vielfaches größer.
  • Sie können Ihre Facebook Seite so anpassen, dass ein Besucher aus anderen Gefilden nur bestimmte Statusmeldungen zu sehen bekommt, nämlich jene in seiner Sprache.  Diese Einstellungen, wo man Inhalte nur für eine spezielle Sprachgruppe live schalten kann, sollten Probleme wie „Update-Overloads“ vorbeugen.
  • Wenn Sie auf Facebook Anzeigen schalten, können diese so zielgruppengerecht fine-getuned werden, dass wirklich nur ein Facebook-User, den genau Ihre Themen interessieren, sie auch zu sehen bekommt. Inklusive der Sprache.

Hier noch Eric Qualman’s Social Media Revolution für alle die es noch nicht kennen:

Quellen:

http://imgs.xkcd.com/comics/online_communities_small.png

http://www.vincos.it/world-map-of-social-networks/http://socialmediaradar.at/facebook.php

http://www.brentcsutoras.com/2010/09/02/top-social-networks-top-internet-countries/

http://www.internetworldstats.com/stats7.htm

http://www.facebook.com/adsmarketing/#!/adsmarketing/index.php?sk=targeting

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Anna Kainberger
Anna Kainberger ist Inhaberin von TWCA the web content agency und hat sich auf das Erstellen von Online Texten und Webcontent in mehreren Sprachen spezialisiert. Sie ist seit 2005 in den Bereichen SEO, Online Content und vielsprachigem Webcontent tätig und verbrachte 6 Jahre ihrer beruflichen Laufbahn in London. Hat ein Faible für: England, englische Literatur & Visuelles.
Anna Kainberger
Anna Kainberger

5 Kommentare

  1. Sehr interessanter artikel mit noch spannenderen Fakten und Zahlen. Der Einfluss von Facebook, vor allem durch die World Map of Social Networks sehr anschaulich dargestellt, ist sehr eindrucksvoll. Ob China Facebook irgendwann zulassen wird und ob Facebook in ein paar Jahren auf der ganzen Welt die Nummer 1 ist?! Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung.
    P.S. Was wäre wenn Facebook von heute auf Morgen verschwinden würde? Könnt ihr euch Auswirkungen vorstellen?

  2. super zahlen, danke fürs recherchieren!

  3. Sehr informativ und gut geschrieben! Danke Anna!

  4. @Robert Miersch:
    Hallo Robert,
    Ich denke, wenn Facebook von heute auf morgen verschwinden würde, hätte es ein anderes Social Netzwerk ganz nach oben geschafft. Myspace war ja auch lange in vielen Ländern die Nummer 1, bis Facebook plötzlich mit weniger Firlefanz und mehr Vernetzungsmöglichkeiten aufgetaucht ist. Die Menschen möchten sich einfach austauschen.
    Die globale Vernetzung, dass Nachrichten uns finden, anstatt wir sie uns suchen müssen, dass die online Welt sich gegenseitig informiert und damit ganz schön was bewegen kann (Demonstration gegen Berlusconin in Italien, die über Facebook organisiert wurde etc.) hat ja durchaus etwas sehr positives.
    Ich bin ebenfalls gespannt auf weitere Entwicklungen und auch wie sich die Art und Weise Kunden zu generieren/online als Unternehmen präsent zu sein verändern wird. Privatssphäre und Zensur sind hier sicherlich die brisantesten Themen.
    MfG.
    Anna

  5. @ Oliver und Alex:
    Vielen Dank für Euer Feedback! Ich finde das Thema immer wieder interessant und ich muss mich ja sozusagen „on a daily basis“ damit auseinandersetzen.

    Lg,
    Anna