Runter vom hohen Ross: den Konsumenten als Ansprechpartner Ernst nehmen
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Hallo, ich bin Ernst, 42 Jahre alt, 80 Kilo schwer und ein sportlicher Skifahrer, welchen Ski können Sie mir empfehlen?. Wir staunten nicht schlecht, als sich vor gut zwei Jahren Anfragen dieser Art an unsere PR-Agentur mehrten. Wieso kam Ernst auf die Idee, dass er ausgerechnet bei einer PR-Agentur mit seinem Anliegen richtig aufgehoben war?
Ganz einfach: Ernst hatte auf der Website eines Skiherstellers, für den wir tätig sind, unsere Kontaktdaten gefunden. Und mal einfach darauf losgeschrieben.
Das Ende der privilegierten Information
Unsere Antwort mag Ernst ebenso überrascht haben, wie uns seine Anfrage: Wir haben Ernst geradezu überschüttet mit Information: Folder, Presseinfos, Termine für Skitests, Adressen der Händler in seiner Region. Ernst wusste das zu schätzen: Einige Zeit später kam ein herzliches Dankeschön per E-Mail. Ernst informierte uns haarklein, wann er wo welchen Ski getestet hatte, dass er sich gut beraten fühlte und wo er schlussendlich den Ski gekauft hatte.
Ein Erfolg, der nicht nur unser Team, sondern auch den Kunden zufrieden stellte. Und uns dafür belohnte, dass wir schon sehr früh noch lange vor dem Social Media Hype mit vermeintlichen Regeln der PR-Arbeit gebrochen haben. Denn Endkonsumenten wie unser Ernst standen damals noch nicht im Fokus der Arbeit von PR- oder Öffentlichkeitsagenturen. In vielen Fällen tun sie das bis heute nicht.
50:50 Journalisten und Endkonsumenten
Wir haben für unsere Agentur die Spielregeln neu definiert: 50 Prozent unserer Aufmerksamkeit geht an Journalisten und Medienvertreter, 50 Prozent an die da draußen Endkonsumenten, Influencer, Blogger und Social Media Heavy User. Privilegierte Information gibt es für beide; meist zum gleichen Zeitpunkt. Denn alte Informationshierarchien haben sich überlebt. Was der Journalist wissen darf, darf Ernst auch wissen. Schließlich ist unser Ernst ja nicht auf den Kopf gefallen. Wenn Ernst einen Ski kauft, betreibt er die Recherche mit einer ähnlichen Präzision wie jeder Journalist. Genau in dieser Phase des Kaufes müssen alle, die sich mit Öffentlichkeitsarbeit beschäftigen, für Ernst da sein. Jetzt heißt es Informationen bereitstellen und zwar in der Intensität, Frequenz und Tiefe, die sich ein Tüftler wie Ernst wünscht. Und zwar dort, wo Ernst nach diesen Informationen sucht: Im Web.
Genau das ist Online-PR.
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März 17th, 2010 at 13:54
Erinnert mich an ein paar Anfragen an mich über meine Galerie, ob Führungen im Hangar 7 möglich sind. (Habe ein paar Hangar 7 Fotos online und bin damit bei Google auch relativ gut platziert…) Mir war schon immer schleierhaft wie man meine Seite für eine offizielle Seite von Red Bulls Hangar 7 halten kann, habe aber dennoch immer auf die offizielle Seite verwiesen. Für mich habe ich es als “hilfsbereit sein” verbucht, mit Ihrem Artikel bekomme ich aber eine ganz andere Sichtweise darauf!