Feb 09
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Internationalisierung im Web und warum „nur Übersetzen“ sinnlos ist – Teil 1

Die nächsten Beiträge widme ich meinem absoluten Webtext-Lieblingsthema: Sprachversionen, Übersetzungen und Internationalisierungen von Webseiteninhalt. Und Webseitenhinhalt betrifft hier sicherlich nicht „nur“ den Webtext. Dieses reizvolle Thema umfasst wesentlich mehr als die Frage: „Wie kriege ich meinen Content am billigsten übersetzt“.

Zunächst einmal: Warum rede ich überhaupt von internationalem Webcontent?

Es fing alles damit an, dass ich 2008 von London nach Salzburg zurückkehrte und mich nach langjähriger Berufserfahrung im Online-Bereich in UK mit dem Standard von Webseiten in Österreich konfrontiert sah. Content, Blogs, SEO, Online Advertising, Webmarketing, Google Adwords, alles das war für mich nach sechs Jahren London längst kein exotisches Neuland mehr, sondern schlicht und ergreifend mein tägliches Brot. Denn diese Themen waren in England eben der Standard.

Nicht so in Österreich. Wer hier bereits in Unique Content und einer soliden Online Marketing Strategie investierte, war entweder wirklich gut beraten oder ein wahrer Pionier. Gute Inhalte auf einer Website waren – wenn überhaupt vorhanden – meist nur in Deutsch zu finden. An internationalisierte Webseiteninhalte dachten noch die allerwenigsten. Wenn eine Sprachversion der Website existierte, war diese meist einfach übersetzt – deutsche Texte und deutsche Keywords waren in die anderen Sprachen übertragen worden. Manchmal ganz glücklich, manchmal sehr – naja, lassen wir das…

In diesem Mangel sah ich meine Marktlücke – und machte mich fortan als Agentur für professionelle internationale Webseiten-Inhalte selbstständig.

Fremdsprachiger Content ist mehr als eine Übersetzung

Nur „übersetzen“ geht online einfach nicht. Allein schon wegen der Keywords. Ein Engländer, ein Franzose, ein Neuseeländer: sie alle sind online. Und natürlich benutzen sie auch in Frankreich, Italien oder Norwegen Suchmaschinen, aber eben in ihrer ganz eigenen Manier. Daher ist Keywords „einfach“ übersetzen ungefähr so zielführend, wie Ihren Content mit Babelfish mal eben ins Italienische zu übertragen. Entweder endet das Ganze im Desaster oder Sie haben eine Standardübersetzung, die Ihnen keine Besucher auf die Webseite bringt.

  • Für fremdsprachigen Content gelten dieselben Regeln wie für Ihren deutschen Webtext: Keywords sind obligatorisch und sie müssen eigens recherchiert werden – sonst funktioniert es nicht.
  • Darüber hinaus interessiert sich ein Engländer sehr oft für etwas anderes als ein Deutscher. Andere Länder, andere Sitten – andere Themen! User Experience Optimisation angewandt bei der Themenfindung, bei den saisonalen Gegebenheiten aber auch bei den wirklich wichtigen Dingen wie Versandkosten und AGBs.
  • Online Märkte sind „grenzenlos“. Bevor Sie loslegen, benötigen Sie jedoch eine „grenzübergreifende“ Online Strategie. Legen Sie Standards fest - sonst ist es einfach gutes Geld verschenkt.
  • Online PR und Marketing international: bei einer Webseitenfassung in drei Sprachen hört es nicht auf – wo gilt es präsenter zu werden?

All diese Themen möchte ich demnächst ausführlicher im Webmarketing-Blog behandeln. Wenn Sie ein Aspekt des Themas Internationalisierung im Web besonders interessiert, schreiben Sie uns doch einen Kommentar, wir freuen uns über Ihr Feedback!

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Autor: Anna Kainberger

Anna Kainberger Anna Kainberger ist Inhaberin von TWCA the web content agency und hat sich auf das Erstellen von Online Texten und Webcontent in mehreren Sprachen spezialisiert.
Sie ist seit 2005 in den Bereichen SEO, Online Content und vielsprachigem Webcontent tätig und verbrachte 6 Jahre ihrer beruflichen Laufbahn in London. Hat ein Faible für: England, englische Literatur & Visuelles.

Weitere Posts zum Thema:

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  2. Ein Winterfell für den Panda
  3. Vor der Optimierung: die richtige Auswahl der Keywords – Tools, Techniken und Fallen (Teil 2)
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  5. Heiraten für SEO-bewusste Frauen – die wichtigsten Tipps

3 Responses to “Webcontent International: Grenzenlose Online-Märkte?”

  1. Wolfgang Stricker Says:

    Super Thema. Internationalisierung im Web wird schließlich auch am Arbeitsmarkt 2.0 ein immer brennenderes Thema. Sicherlich wird hier gerade in englischsprachigen Ländern viel auch nach Indien oder in andere, englischsprachige Länder ausgelagert. Welche Folgen werden/haben sich daraus ergeben? Wie könnte sich eine zunehmende Internationalisierung (Kunden wie Dienstleister) positiv wie negativ auf den deutschsprachigen Web 2.0 Bereich auswirken? Dieses Thema würde ich gerne näher behandelt wissen. Danke an die Redaktion für die immer sehr interessanten Beiträge.

  2. Anna Says:

    Hallo Herr Stricker,
    Vielen Dank für die interessanten Anregungen und das Feedback zu unseren Beiträgen! Zunehmende Internationalisierung im deutschsprachigen Web 2.0 findet meines Erachtens bereits seit längerem statt. Ich werde mich dem Thema gerne etwas ausführlicher widmen.

    Anna

  3. Webcontent International: Strategie | WebmarketingBlog.at Says:

    [...] habe es letztens schon postuliert und heute sage ich es gleich zu Anfang noch einmal: Wenn Sie mit Ihrer Website den Export Ihrer [...]

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