Mittwoch , 30 Juli 2014

Online-PR – was ist das eigentlich?

Ich will mein Licht gewiss nicht unter den Scheffel stellen, doch zum Thema Online PR haben sich bestimmt schon berufenere Menschen* tausendmal mehr Gedanken gemacht als ich. Daher will ich Sie, liebe Leser des Webmarketing-Blogs, jetzt auch nicht mit grauer Theorie quälen.

Viel spannender ist da schon die Frage: Was ist Online PR in unserer täglichen Praxis? Wo beginnt Online PR, wo endet sie?

Internationale Konzerne, die sich dem Thema Online Relations widmen, haben dafür bestimmt längt strenge Regeln erfunden. Wir, die wir für klein- und mittelständische Unternehmen Medienarbeit und Online PR machen, sind in der Definition von Online PR zu mehr Flexibilität angehalten.

Online PR für KMU: getrimmt auf die Kundenbedürfnisse

In der Praxis siegt noch immer der Hausverstand – und der befiehlt uns, uns an den Kundenbedürfnissen zu orientieren. Fragen Sie also erst mal nach, was Ihr Kunde benötigt. Und dann denken Sie nach, was der Kommunikation Ihres Kunden gut tun könnte, wovon er vielleicht noch gar nichts weiß. Die Schnittmenge aus diesen beiden Überlegungen definiert folglich, was alles unter der Prämisse der Online PR für die Kommunikation getan werden kann.

Was kann man also alles unter Online PR verstehen?

  • Sichtbarkeit der Marke oder des Produktes im Internet steigern – meist in Kombination mit SEO-Agenturen , die für den technischen Teil verantwortlich zeichnen
  • Kommunikation mit Online-Medien – also klassische Medienarbeit mit Online-Journalisten als Zielpersonen
  • Kommunikation mit Bloggern – da wird’s schon heikler
  • Pressemitteilungen online verteilen – über Dienste, PR-Portale, Google News
  • Redaktion und/oder Konzept für Presse- und Newsbereich der Website
  • Redaktion und/oder Konzept für Unternehmensblogs
  • Redaktionelle (Mit-)Betreuung von Facebook-Seiten und anderen Social Media Plattformen
  • Einträge in relevanten Verzeichnissen und Online-Directories (zumindest all jenen, die auch Nicht-SEO-Experten verstehen)
  • Monitoring – der Versuch, allen Online-Gesprächen über die Marke oder das Produkt zu lauschen
  • Eingreifen – ich nenne das bewusst nicht Online-Krisen-PR – wenn irgendwo ein Statement zu einer Diskussion über eine Marke gefragt ist
  • Twitter, XING, Myspace usw. – Kommunikationskanäle im Sinne der Marke oder des Produktes nutzen
  • Und letztendlich: ‚Public Relations‘ betreiben, also öffentliche Beziehungen aufbauen – die Grundbedeutung der PR entfaltet im Internet, in der direkten Kommunikation auf gleicher Augenhöhe mit Meinungsbildnern, Usern, Fans oder Konsumenten erst ihren eigentlichen Bedeutung. Wir kommen heute dort an, was schon seit jeher der Grundgedanke von PR war (oder hätte sein sollen)!

Ganz schön viel, nicht?

Weshalb Online PR auch niemals alleine stehen kann: Gemeinsam mit der zu betreuenden Marke muss man klug auswählen, welche Methoden wirklich genützt werden sollen.

Mein Tipp aus der Praxis: Mut zur Reduktion. Nicht jeder muss seine News via Twitter durchs Internet jagen, nicht jede Marke braucht eine Facebook Fanpage. Nicht jedes Produkt eignet sich für Seeding in der Blogosphäre.

Und jetzt mal ganz pragmatisch: Abgesehen von meinem Wunschzettel an das Online PR Christkind, gibt es bei jedem Kunden auch noch ein Budget einzuhalten. Als relativ junge Disziplin der Öffentlichkeitsarbeit bekommt Online PR von dem Ressourcen-Kuchen meiner Erfahrung nach relativ kleine Stücke ab. Mitunter sogar nur ein paar Brösel. Aber: Wie meine Oma schon sagte: Aus vielen Kuchenbröseln lässt sich auch ein feines „Punschkrapferl“ ** backen.

*
Apropos berufene Menschen: An dieser Stelle zwei Buchtipps zum Thema Online-PR:
Putting the Public back into Public Relations: Brian Solis
The new Rules of Marketing and PR: David Meerman Scott

**
An alle Leser, die der österreichischen Sprache nicht bis in jedes Detail mächtig sind: Als “Brösel” bezeichnen wir Alpenrepublikaner Krümel. Ein Puschkrapferl ist eine aus Biskuitteig-Resten hergestellte süße Sünde mit rosafarbener Zuckerglasur. Klingt komisch, schmeckt herrlich.

Martina Müllner
Martina Müllner ist Inhaberin der 2003 gegründeten Kommunikationsagentur MMPR & MMTEXT. Das zehnköpfige Team der Salzburger Redaktions- und PR-Agentur betreut namhafte Kunden in ihrer offline- und online PR-Arbeit. Darüber hinaus ist die Agentur als Spezialist für SEO-Texte und Online-Publishing bekannt.
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